Die CDU hat auf ihrem vergangenen Parteitag den Antrag ihes Landesverbandes Schleswig-Holstein, eine Zuckersteuer, wie sie in anderen Ländern auch gibt, einzuführen ab. Das Argument: Wir wollen niemanden bevormunden, die Freiheit selbst zu entscheiden, erhalten.
Viele, insbesondere Kinder, kennen die Folgen wie Diabetes oder Adipositas aber gar nicht, vor allem kennen sie nicht die oft tödlichen Folgen dieser Krankheiten.
Die CDU benutzt dabei ein gefährliches Scheinargument: Wer vor einer Gefahr warnt, sie verhindern will, bevormundet nicht. Beispiel: Wenn ich einem Kind oder einem Erwachsenen sage: „Bade nicht in diesem Gewässer, es ist gefährlich“, will ich ein Unglück verhindern.
In Großbritannien gibt es z.B. eine Zuckersteuer. Der Zuckergehalt von Cola und anderen ‚Erfrischungsgetränken‘ ist dort deutlich geringer. Aber auch dort bleibt natürlich die „Freiheit“, Zucker zu trinken voll erhalten: Wer sich bevormundet fühlt und dem das Zeug nicht süß genug schmeckt, kann ja einfach einen Löffel Zucker dazugeben…
Wer Genaueres erfahren will, schaue sich „Hirschhausen und der Zucker“ in der ARD-Mediathek an: https://www.ardmediathek.de/video/hirschhausen/hirschhausen-und-der-zucker/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNjRkNmIxZWQtOTE0MC00NTU0LWFhZjEtNzRjZDRkNGNhN2Ri