Grundsteinlegung: Bau der Campus-Kita in Garbsen ist im Zeitplan

Architekt Hans-Jürgen Menzel und Bürgermeister Christian Grahl bei der Grundsteinlegung für die neue Kindertagesstätte am Campus Maschinenbau Garbsen (CMG). -- Alle Fotos: Stadt Garbsen (C)

Die traditionelle Grundsteinlegung für die zukünftig größte Kindertagesstätte auf Garbsener Stadtgebiet ist erfolgt. Bürgermeister Christian Grahl und der städtische Architekt Hans-Jürgen Menzel haben gemeinsam eine sogenannte Zeitkapsel in das Mauerwerk einzementiert. Darin enthalten sind die Baupläne der Kita, eine aktuelle Tageszeitung sowie einige Euro-Münzen. „Mit dem Akt der Grundsteinlegung wünschen wir dem Bau einen guten und unfallfreien Verlauf“, sagte Grahl bei der offiziellen Zeremonie.

Die Kindertagesstätte direkt am Campus Maschinenbau Garbsen (CMG) soll ab Oktober 2019 bis zu 105 Jungen und Mädchen in drei Kindergartengruppen und zwei Hortgruppen Platz bieten. „Wir liegen gut im Zeitplan“, so Grahl. Einer Eröffnung der Einrichtung gemeinsam mit dem Beginn des Betriebs am CMG stehe nichts im Wege. Die fertige Kita wird rund fünf Millionen Euro kosten. Gefördert wird der Bau mit 435.000 Euro durch das Land Niedersachsen und mit 200.000 Euro seitens der Region Hannover. Bei dem Projekt handelt es sich um einen wichtigen Baustein für die begleitende Infrastruktur rund um den neuen Uni-Standort. Zielgruppe für die neue Kindertagesstätte sind die Kinder der wissenschaftlichen Mitarbeiter des CMG sowie die Kinder von  Studenten aber auch von Garbsener Bürgerinnen und Bürgern ohne Zugehörigkeit zum CMG, so der Bürgermeister.

Auf einem etwa 5.000 Quadratmeter großen städtischen Grundstück entsteht ein zweigeschossiges Gebäude mit einer Nutzfläche von 1.150 Quadratmetern. In den beiden Krippengruppen werden 30 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren und in den drei Kindergartengruppen 75 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren betreut. Für das Mittagessen wird ein Speisebereich mit voll ausgestatteter Küche eingerichtet. Dieser Bereich – im Erdgeschoss direkt am Eingang angeordnet – soll darüber hinaus als zentraler Treffpunkt und zur Kommunikation aller Nutzer der Einrichtung dienen. Im Obergeschoss befindet sich ein großzügiger Bewegungsraum für alle Kinder. „Unser Anspruch ist es helle und großzügige Gruppenräume zu schaffen, in denen sich die Kinder rundum wohl fühlen“, sagt Architekt Hans-Jürgen Menzel. Jeder Gruppenraum erhält anliegend Kleingruppenräumen beziehungsweise Schlafräume. Das zugehörige Bad wird mit altersgerechten WC- und Waschmöglichkeiten sowie mit Wickelkombinationen in den Krippengruppen ausgestattet. Alle Gruppenbereiche erhalten zudem einen zugeordneten Garderobenbereich und einen direkten Zugang ins Freigelände. Die beiden Krippengruppen befinden sich im Erdgeschoss, die drei Kindergartengruppen im Obergeschoss.

Alle Räume eines Geschosses werden durch einen mittigen Flur erschlossen. Dieser erhält Tageslicht durch drei Gebäuderücksprünge und im Obergeschoss durch ein zusätzliches Oberlicht. „Auch der Flur soll als eine Art übergeordnete Spielzone dienen, mit einem zentralen großen Spielmöbelstück und im Obergeschoss an den beiden Enden mit gemütlichen Bücher- und Vorleseecken“, so Menzel. Die notwendigen Nebenräume, wie Personal- und Gästetoiletten, Abstellräume und Teeküche, runden das Raumprogramm ab. Im Obergeschoss wird ein zusätzlicher Besprechungsraum eingerichtet, der auch als Familienzentrum, Raum für besondere Inklusions- oder Förderbedarfe oder für Arztsprechstunden,  multifunktional benutzt werden kann. Das Personal erhält einen separaten Bereich im Erdgeschoss inklusive Leitungszimmer und einem ausreichend dimensionierten Besprechungsraum mit Teeküchenzeile. Anforderungen für eine integrative Betreuung wurden bei der Planung und Einrichtung der Räume ebenfalls berücksichtigt. Die Erschließung des Obergeschosses erfolgt durch das zentrale Treppenhaus sowie durch einen Aufzug. Damit sind alle Aufenthaltsräume im Gebäude barrierefrei erreichbar Die Türen sind ausreichend breit und im Falle der Haupttüren motorisch unterstützt. „Eine behindertengerechte Toilette steht selbstverständlich ebenfalls zur Verfügung“, sagt Menzel. Auch im großzügigen Außengelände sind fast alle Bereiche mittels Rampen zu erreichen.

Der Außenspielbereich wird mit Sandspielmöglichkeiten und altersgerechten Spielgeräten angelegt. Der Bereich für die Krippenkinder liegt direkt vor deren Räumen im Erdgeschoss und wird vom übrigen Freigelände leicht abgetrennt.

Auch die technische Ausstattung des Hauses, unter anderem mit Rauchmelderüberwachung in allen Räumen, dezentraler Lüftung mit hoher Wärmerückgewinnung, energiesparender LED-Beleuchtung und aktuellem Wärmeschutz, ist auf dem neusten Stand der Technik.