Dienstag, 02. Oktober 2018, 20:00 Uhr

Garbsen: Konzert mit der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie

Die Aula im Schulzentrum I, Planetenring 7, wird am Dienstag, 2. Oktober, um 20 Uhr zum Schauplatz klassischer Orchestermusik. Auf Einladung der Stadt Garbsen ist die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie zu Gast. Eintrittskarten zum Preis von zwölf Euro sind im Vorverkauf im Kulturbüro im Rathaus, Telefon (05131) 707 650 und an der Abendkasse erhältlich. Schüler, Studenten und Auszubildende zahlen acht Euro.

Das „Hausorchester“ des Salzlandkreises besteht seit mehr als 65 Jahren, tritt jährlich bei mehr als 100 Veranstaltungen ins Rampenlicht und hat seinen Sitz in Schönebeck. Die 25 Musiker aus mehr als neun Nationen beherrschen die unterschiedlichsten Stilrichtungen von Barock bis Romantik, von Operette bis Neuer Musik, von Jazz bis Pop. Seit September 2013 ist der 1950 in Holland geborene Dirigent Gerard Oskamp der künstlerischer Leiter und Chefdirigent der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie.

Sachsen-Anhalt ist ein Musikland mit beeindruckender Tradition. Das beweisen nicht zuletzt die selten im Konzert zu hörenden Werke von Carl Christian Agthe (zum Beispiel die Sinfonie Nr. 8) oder Richard Eilenberg (Der Schmiede im Walde/Das erste Herzklopfen/Die Mühle im Schwarzwald). Im Mittelpunkt dieses Konzertes stehen Stücke dieser beiden Komponisten aus Sachsen-Anhalt.


Als Solistin spielt Gabriele Zucker, Soloflötistin der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck.

Das Abendprogramm unter dem Motto „Klingendes Sachsen-Anhalt“ wird mit einem Stück von Francesco Maria Veracini (Concerto á 8 D-Dur) eröffnet. Es folgen mit der Fuge, Sinfonie Nr. 8 und dem Flötenkonzert drei Werke des in Hettstedt geborenen Carl Christian Agthe. Der Komponist, gern auch als „Mozart des Harzraumes“ bezeichnet, übernahm bereits als 14-Jähriger in Reval (Tallinn) das Amt eines Musikdirektors. Informationen zu Agthes musikalischem Wirken bis zu seinem Dienstantritt in Ballenstedt sind leider spärlich. Im Jahr 1782 trat Agthe das Amt des Hoforganisten und Hofkapellmeisters am Hof des Fürsten zu Anhalt-Bernburg an. Fürst Friedrich Albrecht wird sein musikalischer Förderer. Das künstlerische Klima am Ballenstedter Hof bereitet einen fruchtbaren Nährboden für das musikalische Schöpfertum von Carl Christian Agthe, der im besten Alter von 35 Jahren am 27. November 1797 viel zu früh aus seinem Leben und Schaffen gerissen wird.

„Melodisch, verspielt und gute Laune verbreitend.“ Nein, damit beschreibt man nicht die guten Eigenschaften von Gabriele Zucker, sondern die charakteristischen Töne ihres Musikinstrumentes. Die gebürtige Badenerin wirkte neben ihrer Orchestertätigkeit bei zahlreichen Rundfunkaufnahmen von SWR, NDR und MDR mit CD-Einspielungen mit. Zuletzt im September 2017 mit der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck. Gemeinsam mit dem Orchester wurden vier Werke von Carl Christian Agthe eingespielt.