Dienstag, 13. Februar 2018, 20:00 Uhr

MENSCHENsKIND - Dagmar Manzel singt am 28.2.18 Texte von Friedrich Hollaender

Mittwoch, 28. Februar 2018, 20 Uhr
Schauspielhaus Hannover
Eintritt: 21 - 41 Euro. Ermäßigungen für Schüler, Studierende, Azubis und Freiwilligendienstleistende bis 30 Jahre. Abonnenten des Staatstheaters (20 %), Hartz-IV-Empfänger und Schwerbehinderte (25 - 50 %).
Der Vorverkauf läuft: www.staatstheater-hannover.de
Telefon: 0511.9999-1111
Abendkasse:19.00 Uhr

Mit Dagmar Manzel (Gesang), Frank Schulte (Klavier), Ralf Templin (Gitarre), Arnulf Ballhorn (Kontrabass)

Hannover. Als "lachender Melancholiker" hat sich Friedrich Hollaender (1896-1976) einmal selbst bezeichnet. Wie kein anderer verkörperte er die musikalische Stimme der Weimarer Republik. In seinen Chansons changieren Schwermut und Aufbruch. Bezeichnend sind Texte wie diese Zeile aus Wenn ich mir was wünschen dürfte: "Menschenskind, warum glaubst du bloß, grade dein Schmerz, dein Leid, wären riesengroß?" Am Mittwoch, 28. Februar, 20 Uhr singt Schauspielerin und Sängerin Dagmar Manzel (u. a. Tatort) im Schauspielhaus Hannover Lieder Friedrich Hollaenders. Gemeinsam mit den Musikern Frank Schulte (Klavier), Ralf Templin (Gitarre) und Arnulf Ballhorn (Kontrabass) präsentiert sie an diesem Abend Lieder aus dem Zyklus Lieder eines armen Mädchens sowie aus berühmten Filmen wie A Foreign Affair und Der blaue Engel, außerdem aus verschiedenen Revuen Hollaenders.

Der Abend unter dem Titel "MENSCHENsKIND" ist die fünfte Veranstaltung in der Reihe "Hörwerke - Literatur musikalisch", die das Team Kultur der Region Hannover für die Hörregion Hannover ausrichtet. Das Schauspielhaus ist Kooperationspartner. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.


Friedrich Hollaender wurde 1896 in London geboren und lebte seit der Jahrhundertwende in Berlin. 1933 musste er wegen seiner jüdischen Abstammung in die USA emigrieren, wo er bis 1955 blieb. Der vielseitige deutsche Pianist, Kabarettist, Filmkomponist und Musikdichter ließ sich in München nieder, wo er 1976 auch verstarb. Der Kulturjournalist Jürgen Gauert schreibt über Friedrich Hollaender: "Hollaender hat mit den besten, den schärfsten, den kritischsten Köpfen der Weimarer Republik zusammengearbeitet, er hat immer wieder Tucholsky, Mehring und Klabund vertont. Aber seine eigenen Texte sind keinesfalls schwächer als die der großen Autoren, denn Hollaender reimte, dachte und empfand beim Schreiben immer musikalisch, bis in jede Silbe und Textnuance. Seine Lieder gaben sich populär, aber sie waren viel zu intelligent, um volkstümlich zu sein. Seine Musik war unterhaltsam und dennoch seriös, und in seinen Gesangstexten war er so wortstark, dass er nicht Sänger, sondern Schauspielerinnen und Schauspieler als Interpreten brauchte. So wie in unserer Zeit Dagmar Manzel, die sich seinen Chansons in einer Mischung aus Intensität und Leichtigkeit annimmt, ohne in Nostalgie abzugleiten."

Dagmar Manzel wurde 1958 in Berlin geboren. Die Absolventin der Ernst Busch Schauspielschule gehört zu den erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen. Auszeichnungen wie der Adolf-Grimme-Preis, der Titel Schauspielerin des Jahres, der Deutsche Fernsehpreis, der Deutsche Schauspielerpreis und der Deutsche Filmpreis zeugen davon. Neben Theater, Film und Fernsehen gilt Dagmar Manzels große Liebe der Musik. Mit Liederabenden und Hauptrollen in Musiktheaterproduktionen begeistert sie das Publikum u. a. an der Komischen Oper in Berlin, wo sie seit der Saison 2016/17 in drei verschiedenen Inszenierungen zu erleben ist, darunter in Oscar Strauß? Operette "Die Perlen der Cleopatra". Das Publikum und die Rezensenten waren hingerissen. Mit den Aufführungen der Komischen Oper Berlin gastiert Dagmar Manzel regelmäßig bundesweit, u. a. in den Opernhäusern in Köln und Hamburg. Seit 2015 ist die vielseitige Schauspielerin und Sängerin dem deutschen Fernsehpublikum auch als neue Kommissarin des Franken-Tatorts bekannt: An der Seite ihres Ermittlerkollegen Fabian Hinrichs spielt sie die Hauptkommissarin Paula Ringelhahn.

Die Menschenskind-Lieder sind 2014 unter demselben Titel mit dem Orchester der Komischen Oper Berlin bei der Deutschen Grammophon auf CD erschienen.


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