Dienstag, 24. Oktober 2017, 19:40 Uhr

Film bei arte: Schulen in Afghanistan - Ein deutsches Erfolgsmodell vor dem Aus.

Ja, es geht wirklich ums Ganze für OFARINs Moschee-Schulen.
Diese Moschee-Schulen sind erfolgreich. Bei OFARIN lernen Kinder aus meist sehr armen Familien schreiben, mit Verständnis lesen und rechnen, sowie das Rechnen im täglichen Leben anzuwenden. Sie arbeiten fröhlich und selbständig. Dagegen produzieren die öffentlichen Schulen selbst nach zwölf Jahren Unterricht mehrheitlich Analphabeten.

OFARINs Unterrichtet findet in Privatwohnungen und in Moscheen statt. Die freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Mullahs ist vorbildlich für das Zusammenleben verschiedener Religionen und Kulturen.
Zehntausende von Afghanen haben 2015 ihr Land verlassen, insbesondere weil sie dort keine wirtschaftlichen Perspektiven sahen. Man versprach, die Menschen in Afghanistan zu halten. Man wollte dort Programme durchführen, die Hoffnungen und Zukunftsaussichten bieten. Genau solch ein Programm sind OFARINs Moschee-Schulen.
Im Sommer 2017 unterrichtete OFARIN 9000 Schülerinnen und Schüler. 600 Teilzeitkräfte, darunter 550 Lehrer, sorgten für den Unterricht. Gut 40 Menschen waren fest angestellt, 31 davon als Trainer. Sie bereiteten die Lehrkräfte auf den Unterricht vor, erarbeiteten das Unterrichtsmaterial und besuchten den Unterricht. Fast alle diese Menschen stehen jetzt vor dem Aus.

OFARIN macht aber auf jeden Fall weiter. Vielleicht können wir anfangs nur den Unterricht von zehn Klassen finanzieren. Dann müssten fast alle Mitarbeiter entlassen werden. Aber die Fähigkeiten, die OFARIN entwickelt hat, gingen nicht verloren. Und es besteht die Hoffnung, dass das Programm wieder wächst und bisherige Mitarbeiter eines Tages wieder zurückkehren können.
Wir wollen ein Netzwerk von Förderern schaffen, die uns unterstützen. Das können einzelne Personen sein, staatliche, kirchliche oder private Institutionen oder auch Stiftungen. Wie groß unser Programm sein wird, hängt davon ab, wieviel Förderer uns unter die Arme greifen, jetzt und in Zukunft.

Daher bitten wir Sie darum, alle ihre Freunde, Verwandten und Bekannten auf die Fernsehübertragung aufmerksam zu machen, damit viele Menschen einen Eindruck davon bekommen, was für ein Programm jetzt auf dem Spiel steht, und wie wichtig es ist, dass es weiterlebt.

Randersacker im Oktober 2017
Peter Schwittek