Langzeittest der enercity E-Roller erfolgreich

Zwei Schnuppertest-Stationen stehen ab Frühjahr 2012 in Hannover bereit

Michael Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG, und Corinna Kleinmann, Geschäftsführerin der enercity Contracting GmbH

Hannover, 13.04.2012 - Zum Langzeittest mit dem zehn enercity E-Rollern von Herbst 2010 bis Ende 2011 zieht enercity-Vorstandsvorsitzende Michael Feist eine positive Bilanz: "Nach vier jeweils zehnwöchigen Testrunden können wir von sehr guten Erfahrungen mit den E-Rollern berichten. Die Langzeittests bestätigten unsere Annahme, dass die kleinen, leichten und effizienten E-Roller die Anforderungen Verkehrs in Innenstädten und Ballungsgebieten gut abdecken". Ab nun sollen noch mehr Interessenten in Hannover die Möglichkeit zu drei- bis viertägigen Schnuppertests bekommen. "So können mehrere Hundert Kunden die Vorzüge der elektrischen Zweiradmobilität erleben", so Feist bei der Präsentation der E-Roller-Erfahrungen.
Die zehn Fahrzeuge umfassende Testflotte ermöglichte einer Reihe von enercity-Kunden ausgiebig Alltagserfahrungen mit den E-Rollern zu sammeln (rund 90 Testpersonen beteiligten sich, bei teilweiser Gruppennutzung). Die Testpersonen konnten sich davon überzeugen, dass die E-Roller eine umweltfreundliche und praktikable Alternative zum Auto sind. Die Vorteile der E-Roller kamen bei den Testern deutlich zur Geltung: keine Abgasemissionen, kein Verkehrslärm, günstige Treibstoffkosten sowie ein geringer Flächenbedarf beim Parken und bei der Nutzung des Verkehrsraums.

Auf dem E-Roller unterwegs: Frerich Brandes von der enercity Contracting GmbH


Die E-Roller können an jeder Haushaltssteckdose am meist nächtlichen Parkplatz geladen werden und die Ladung reicht in der Regel für den normalen ganztägigen Stadtverkehr. Die flexibel einsetzbaren Zweiräder boten den Testern für kleinräumige Stadtverkehre bis zu mittleren Berufspendelstrecken in angrenzende Städte und Gemeinden während der wärmeren Jahreszeiten eine attraktive Möglichkeit ihre Wege zurückzulegen. Die Reichweiten-Risiken sind durch häufiges und regelmäßiges nächtliches Laden und planvolles Nutzen des Gefährts relativ leicht einzugrenzen.

Feist empfiehlt vor dem Hintergrund der Erfahrungen: "Da Bewohner von Mehrfamilienhäusern meist kaum Möglichkeiten haben, die E-Roller vor der Haustür zu laden, empfiehlt es sich für diese urbane Klientel generell schlanke, leichte Roller-Lösungen mit Wechselakkus zu entwickeln. Deren Akkus könnten in den Wohnungen geladen und besonders während der kalten Jahreszeit in beheizten Räumen gelagert werden. Dies würde auch den Schwachpunkt der Leistungsminderung bei Kälte mindern, der diese - mit Bleiakkus ausgestatttenen - Roller während des kalten Winters 2010 / 2011 ausgesetzt waren". Neuere Modelle mit hochwertigen Lithium-Akkus dürften in dieser Hinsicht kaum Probleme bereiten.

Generell sind E-Roller eine ernstzunehmende Alternative zu vergleichbaren Verbrennungsmodellen. In der getesteten Variante (mit bis zu 50 km/h und mit PKW-Führerschein nutzbar) sind sie vorwiegend für den innerörtlichen und Kurzstreckenverkehr zu empfehlen. Dies entspricht aber auch den statistisch häufigsten Weglängen in Ballungsgebieten – vier Fünftel aller motorisiert zurückgelegten Fahrten wie Arbeitswege oder kurze Freizeitfahrten gehören hierzu. Für die ländliche Region insbesondere auf Landstrassen und längere Arbeitspendelwege empfehlen sich leistungsstärkere Modelle, die aber dafür einen Zweiradführerschein erfordern.


E-Roller-Schnuppertest-Stationen in Hannover

Eine unmittelbar einsetzbare Form der E-Mobilität bietet sich wie demonstriert auf dem Zweiradsektor, die als klein, leicht, effizient und bezahlbar zumindest saisonal Autoverkehr ersetzen kann. In Ergänzung zu den 10 Wochen-Langzeittests wird enercity deshalb ab Frühjahr 2012 fünf der E-Roller für kostenlose Schnuppertests in Hannover bereit stellen.
Die Schnuppertest können jeweils drei bis vier Tage laufen, ob Alltagspendelverkehr unter der Woche oder Wochenendspritztouren mit Freundeskreis. Mit diesem flexiblen Angebot können noch mehr an E-Mobilität interessierte Kunden ihre persönlichen Erfahrungen mit E-Zweirädern sammeln (3-400 Testpersonen geschätzt in 2012). Die Tests können ab sofort, mit dem Eintreten geeigneter Witterungsverhältnisse, beginnen (Ausleihe / Verfügbarkeitsabfrage / Reservierung jeweils über die beiden Stationen)

Die enercity E-Roller-Schnuppertest-Stationen (Start: 14. April 2012):

e-motion Technologies, Hannover (neben dem Landtag)
Bohlendamm 4
30159 Hannover
0511 37069874
www.emotion-technologies.de

OrangeBikeConcept Hannover
Vahrenwalder Str. 50
30165 Hannover
0511 /80609105
http://www.obc-hannover..com


Technische Daten zu den E-Rollern der enercity-Testflotte
(Govecs SR 1.2)
:

Ladezeit: 4 - 5 Stunden / 85 % in 2 Stunden / Bleiakku
Reichweite: 40 - 60 km
Leistung: 3 kW
Höchstgeschwindigkeit: 45 - max.48 km/h
(mit Autoführerschein nutzbar)
Gewicht: 143 kg
Tragkraft: 2 Personen/150 kg
Treibstoffkosten: < 1 Euro/100 km


Hintergrund-Information zum enercity-Elektrorollertest

Von Anfang September 2010 bis Mitte November 2011 stellte enercity eine zehn Fahrzeuge umfassende E-Rollertestflotte in Hannover zur Verfügung. Mit dem Projekt sollte von enercity-Kunden erprobt werden, wie die Mobilität der Zukunft ganz konkret im Alltag funktionieren kann. Die für die Testflotte ausgewählten E-Roller boten den Kunden einen praktikablen Ansatz für innerstädtische Mobilität mit Elektro-Zweirädern, die sich – unabhängig vom hierfür gewählten Fabrikat – bereits heute durch Effizienz, Leichtigkeit und Preisgünstigkeit auszeichnen..

Der Abschlussbericht soll die Erfahrungen der Teilnehmer in den vier Testgruppen der Öffentlichkeit und insbesondere anderen an E-Mobilität interessierten zugänglich machen. So können die richtigen Fragen beim Kauf der zunehmend in den Handel kommenden E-Roller gestellt werden. Diese Auswertung zeigt die praktischen Erfahrungen mit den E-Rollern und deren grundsätzliche Tauglichkeit für den Stadtverkehr auf, verschweigt aber auch nicht Probleme und Grenzen dieser Art von Mobilität. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, dass praxisgerechte und alltagstaugliche Lösungen auf den Markt kommen.

Interessierte Kunden konnten sich ab Mitte Juli 2010 unter www.enercity.de/emobility für die einzelnen Runden bewerben. Mitte Juli 2010 rief enercity seine Kunden auf, sich für die enercity Elektroroller-Testflotte zu bewerben. Die Resonanz war riesig: für alle vier Testphasen gingen fast 2.000 Bewerbungen ein. Insgesamt rund 40 Testpersonen oder mehrköpfige Testgruppen (bei Firmen) konnten im Rahmen der noch bis Mitte November 2011 laufenden Testphasen das Zweiradfahren elektromobil auf einem der enercity E-Roller erleben.
Jeweils zehn Wochen könnten die leisen, sparsamen Flitzer für die täglichen Wege genutzt werden. Die wichtigste Voraussetzung: ein gültiger Führerschein.

Die ausgewählten Tester wurden jeweils circa drei Wochen vor der Testrunde benachrichtigt. Jede Gruppe stellte einen Mix aus Geschäfts-/Firmenkunden sowie Privatkunden mit hohem Interesse an Elektromobilität dar. Neben den formalen Anforderungen bei der Bewerbung boten insbesondere die individuellen Anmerkungen weitere Anhaltspunkte für die Auswahl. Ferner wurde auf eine möglichst breite Streuung hinsichtlich Alter, Geschlecht, Berufsart, Wohnlage abgezielt wurde, um breite Einsatzerfahrungen zu ermöglichen.

Wer im Zuge des Tests nicht zum Zuge kam und spontan einen E-Roller (oder ein E-Fahrrad) ausprobieren mochte, konnte dies bei einem der inzwischen 20 Roller- oder Radhändler tun, die bei der enercity-Förderprämie bei Bezug von Umweltstrom für E-Zweiräder mitwirken (eine Händlerliste ist ebenso unter www.enercity.de/emobility einsehbar - Rubrik „Förderprämie“).

Insgesamt wurden die zehn Roller in vier Phasen für jeweils rund zehn Wochen zum Langzeitpraxistest herausgegeben. Die Zeiträume der Testphasen waren (Bewerbungsschluss jeweils zum Anfang des Vormonats des Phasenbeginns):

>> Premierenphase 2010: 1.September bis Mitte November 2010
(31 Testpersonen)

>> Phase 1 / 2011: März/April/Mitte Mai 2011 (14 Testpersonen)
>> Phase 2 / 2011: Juni/Juli/Mitte August (23 Testpersonen)
>> Phase 3 / 2011: September/Oktober/Mitte November (21 Testpersonen)

Im Herbst 2010 sammelte eine erste Gruppe mehrwöchige Erfahrungen mit den zehn enercity-Elektrorollern. Im Jahr 2011 folgten nach der Winterpause drei weitere Gruppen, die jeweils rund zehn Wochen lang die zehn E-Roller ausgiebig testen konnten. Insgesamt 89 aktive Testpersonen haben die zehn E-Roller genutzt.

Hinzu kamen noch zehn enercity-Tester, die bei den Überführungsfahrten von der Wartungsstation in Hannover-Stöcken zu den Übergabeorten in die Innenstadt mithalfen, sowie ein Wintertester, der einen E-Roller vier Wochen in der Kälte fuhr.
Mit den durch Firmen oder Stadtverwaltungen getesteten E-Rollern waren meist mehrere Personen unterwegs und auch bei privaten Testern nahmen oft mehr als eine Person an dem Test teil. Partner und Familienangehörige nutzen oft das Fahrzeug ebenso. Folgende Testgruppen von Firmen und Verwaltungen nahmen teil: Gundlach Wohnungsbaugesellschaft, üstra Verkehrbetriebe AG; Stadt Laatzen, Sparkasse Hannover; schauspielhannover, der Flughafen Hannover-Langenhagen sowie die Parkranger des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover.


Der Abschlussbericht zu den Erfahrungen der vier Testgruppen kann hier heruntergeladen werden.