Rundbrief aus Afghanistan:

Ruinös für Afghanen ist... und die Ethno-Krimis zum Herunterladen

Kabul/Randersacker, 06.08.2018 - Die Mitgliederversammlung von OFARIN hat die Einrichtung einer Fördermitgliedschaft beschlossen. Die muss noch über den Notar ans Gericht gehen. Sobald das Gericht die Satzungsänderung abgenickt hat, können wir die Fördermitgliedschaft im – vermutlich nächsten – Rundbrief erläutern.


Ruinös für Afghanen

Ruinös ist der Kinderreichtum der Afghanen. Wo sollen die Arbeitsplätze für eine so schnell wachsende Bevölkerung herkommen? Wie soll das arme Land alle zehn Jahre die Anzahl seiner Schulhäuser verdoppeln? „Da kann nur Geburtenkontrolle helfen.“ erklären Ärzte. Doch wenn man über die Ursachen des Kinderreichtums nachgrübelt, versteht man, dass Geburtenkontrolle nicht klappen wird.

Ruinös ist auch die Unsitte, Hochzeiten mit gewaltigem Aufwand und Hunderten von Gästen zu begehen. Der Brautvater nötigt die Familie des Bräutigams zu haarsträubenden Ausgaben. Die Braut zieht zu einem Ehemann, der noch ein Jahrzehnt oder mehr die Schulden für seine ruinöse Hochzeit abzahlen muss. Den Brautvater stört das zwangsläufig kärgliche Leben seiner Tochter kaum. Viele Afghanen sagen offen, dass diese Sitte wirtschaftlich gesehen reiner Wahnsinn ist. Regierungen haben immer wieder versucht, die Hochzeitsverschwendung zu „deckeln“. Warum hat das nie geklappt?

Ruinös ist die Korruption. Ein Afghane hat über ein Jahrzehnt in Arabien gearbeitet. Dort war er Manager einer großen Kfz-Reparaturfirma. Vor vier Jahren kam er mit erheblichen Ersparnissen in die Heimat zurück. Hier wollte er leben, heiraten und sein Geld anlegen. In Kabul wollte er einen Reparaturbetrieb aufziehen. Ein Grundstück hat er erworben. Viel Schmiergeld hat er schon ausgegeben, um vorgeschriebene Genehmigungen zu bekommen. Aber es fehlen immer noch Stempel für die Bauerlaubnis. Bisher ist noch kein Stein verbaut worden. Es gibt Afghanen, die im Krieg an viel Geld gekommen sind. Fragen Sie nicht, wie! Beamte haben reichlich Schmiergeld kassiert. Wieder andere Afghanen sind vor Jahrzehnten ins Ausland geflohen. Einige davon haben es zu Reichtum gebracht. Aber kein Kriegsfürst, kein korrupter Beamter, kein Auslandsafghane legt nennenswertes Geld in Afghanistan an. Die afghanische Bürokratie ist ihnen zu geldgierig und zu unkalkulierbar. Lieber beteiligt man sich an einem Wolkenkratzer oder an sonstigen Vorhaben in Abu Dhabi oder Dubai. Die afghanische Bürokratie ist ein gewaltiges Investitionshindernis.


Sammlung der Ethno-Krimis


Wir haben in Afghanistan das eine oder andere Abenteuer erlebt, das gewisse kriminelle Komponenten hatte. Ich begann, solche „Krimis“ aufzuschreiben. Bald kamen nicht nur mir Bedenken. Da die Geschichten in Afghanistan spielen, sind die Bösewichte in der Regel Afghanen. Zwar kommen darin auch afghanische Helden vor, prima Menschen (!). Aber die sind bei solchen Geschichten naturgemäß die Minderheit. Daher wollte ich zusätzlich erklären, wie die afghanische Gesellschaft funktioniert und was für den einzelnen Afghanen wichtig ist, um auch ein gewisses Verständnis für das Verhalten der Bösewichte zu schaffen. Solche Belehrungen über die afghanische Gesellschaft habe ich auch aufgeschrieben und „Ethnos“ genannt. Die Ethnos können ganz gut den Kinderreichtum, die ruinösen Prachthoch-zeiten und die Korruption erklären – und noch einiges andere über das Zusammenleben der Afghanen. Die „Ethno-Krimis“ sind ein kleines Buch geworden, in dem ein Ethno auf einen Krimi folgt. Die Ethno-Krimis kann man als Sammlung von Erlebnissen lesen, zwischen denen man etwas für das Verstehen der Akteure findet. Andrerseits sind die Ethnos eine Einführung in die afghanische Gesellschaft jenseits aller Wissenschaftlichkeit. Zwischen den Ethnos stehen zur Auflockerung Krimis. Zugegeben sei, dass ich manchen Krimi und mehrere Ethnos schon einzeln in älteren Rundbriefen verbreitet hatte! Diese Versionen habe ich für die Ethno-Krimis überarbeitet.

Heutzutage ist das Veröffentlichen von Büchern schwer. Der Verlag plant die Bearbeitung von Themenkomplexen und beauftragt Schriftsteller, etwas dafür zu liefern. Es ist aussichtslos einen Verlag zu fragen, ob er die Ethno-Krimis gebrauchen kann. Schon gar nicht darf man in Deutschland mit Themen über Afghanistan kommen. Dank einer Medienberichterstattung, die viel – vor allem unerfreuliches – bringt, aber fast nichts erklärt, ist der Ruf dieses Landes ruiniert.

So sind unsere Homepage und die Rundbriefe ein geeignetes Medium, die Ethno-Krimis zu verbreiten. Hier schauen Menschen vorbei, die an Afghanistan wirklich interessiert sind. Ab sofort können Sie sich die Ethno-Krimis über den Webshop in unserer Homepage gegen eine Spende von 10 € herunterladen. Wir gehen davon aus, dass Sie Freunde und Bekannte, denen Sie es erlauben, den Text bei Ihnen zu kopieren, darum bitten, uns ebenfalls eine Spende zu machen.

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