Einige Bilder:

Die totale Mondfinsternis am 27./28. Juli 2018 in Meyenfeld - Jetzt mit kurzer Erklärung

Zunächst war es recht dunstig. - Hier befindet sich der Mond bereits im Kernschatten der Erde. Alle Bilder: Wolfgang Siebert, LeineBlick (C)

Garbsen, 28.07.2018 -



Unten sieht man den Mars.



Die linke Seite des Mondes tritt langsam aus dem Kernschatten in den Halbschatten der Erde ein.

Nun ist der Mond schon fast ganz im Halbschatten.

Ganz rechts ist nur noch ein kleiner Rest des Kernschattens erkennbar.

Immer noch ist ganz in der Nähe des Mondes der Mars zu erkennen.

Die Mondfinsternis geht dem Ende entgegen: Der Mond ist nun auch zu einem großen Stück dem Halbschatten entronnen und strahlt so hell, dass Einzelheiten mit der verwendeten einfachen Ausrüstung nicht mehr erkennbar sind. Immerhin: Im unteren Rand der Wolke erkennt man noch den Mars.



Die Skizze zeigt den Blick von oben. Die Erde dreht sich in der gleichen Richtung wie der Mond (nur ca. 28 Mal schneller). Vor allem daraus resultieren die unterschiedlichen Perspektiven aus denen wir den Mond sehen; er "wandert". Gleichzeitig führt ihn sein Umlauf um die Erde durch den Schattenraum der Erde hindurch.

Im Kernschatten müsste der Mond eigentlich ganz schwarz sein also von unserem Beobachtungspunkt aus unsichtbar. Dass dies nicht der Fall ist, liegt an dem (wenigen) Streulicht, das durch die Atmosphäre von der Tag- zur unbeleuchteten Nachtseite der Erde gelangt. Kurzwelliges blaues Licht wird dabei von der Atmosphäre weitgehend absorbiert. Was bleibt, sind das Morgen- bzw. Abendrot, das auch auf die Nachtseite der Erde gestreut wird. Dieses lässt den Mond, so lange er sich im Kernschatten befindet, so eigentümlich kupferfarben erscheinen...

Das Wesen des Halbschattens begreift man, wenn man sich klar macht, dass dort bereits ein Teil des Sonnenlichts hingelangen kann.