Besuch der Gedenkstaette Ahlem

Geschichts-Exkursion der Klasse 10b

Garbsen, 31.01.2018 - Als erster Schritt der in den Startlöchern stehenden Kooperation zwischen der Gedenkstätte Ahlem und dem Johannes-Kepler-Gymnasium besuchte die Klasse 10b als Abschluss der Themeneinheit Nationalsozialismus die Gedenkstätte in Ahlem. Zwei Tage nach dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27.01. erfuhren die interessierten Schülerinnen und Schülern in Begleitung der beiden Lehrkräfte Dr. Lemke und Herrn Priesett in einer interaktiven Führung einiges über die wechselhafte Geschichte der 1893 gegründeten jüdischen Gartenbauschule, welche bis 1942 jungen jüdischen Menschen eine Zuflucht und Möglichkeit zur Ausbildung bot, bevor sie ab Dezember 1941 zur Sammelstelle der Gestapo für die Deportationstransporte in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager wurde und unmittelbar nach dem Krieg als Displaced Persons Camp diente.


Die Schülerinnen und Schüler nutzen das vielschichtige mediale Angebot der Gedenkstätte, um sich einen ganz individuellen Zugang zum Thema Erinnerungskultur zu schaffen. Besonders der lokale und regionale Bezug zum Themenkomplex jüdisches Leben im Nationalsozialismus und Holocaust sowie die dargestellten Einzelschicksale beeindruckten die Schülerinnen und Schüler und regte zum Nachdenken an. Dies wurde besonders deutlich an der ,,Wand der Namen" und dem Gedenkort Laubhütte auf dem Außengelände. Die Exkursion war ein erfolgreicher Probelauf für die dauerhafte Kooperation zwischen dem Johannes-Kepler-Gymnasium Garbsen und der Gedenkstätte Ahlem, welche in Zukunft den Schülerinnen und Schülern unserer Schule ermöglichen soll, sich mit dem Thema jüdisches Leben in Hannover und Umgebung durch Exkursionen, Workshops und Forschungsprojekte auseinanderzusetzen und selbst zur Gestaltung der Erinnerungskultur beizutragen.