Hannover

D-Linie scheitert bei erstem gro3en Belastungstest

Hannover, 12.12.2017 - Die Stadtbahnen der Linie 10 wurden aufgrund des? hohen Autoverkehrs am? Adventswochenende auf die Tunnelstrecke umgeleitet und die Linie 17 verkehrte nur noch zwischen Wallensteinstraße und Glocksee (HAZ 09.12.2017).

Stellung der Regionsfraktion der CDU:
"Leider ist exakt das eingetroffen, wovor die CDU-Fraktion Region Hannover immer gewarnt hat. Die oberirdische Streckenführung der D-Linie ist eine teure Fehlplanung", sagt der Fraktionsvorsitzende und Lehrter Abgeordnete Bernward Schlossarek.
Der erste große Belastungstest für die neue oberirdische Linie 10 war ein Debakel mit Ankündigung. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens mussten die Straßenbahnen in die Tunnel der Stadt ausweichen. Exakt vor diesem Szenario hat die CDU-Fraktion gewarnt. Die CDU-Fraktion hätte sich einen anderen Streckenverlauf gewünscht, aber leider sind in der Vergangenheit Fakten geschaffen worden. Leider ist davon auszugehen, dass an den beiden nächsten Adventswochenenden die Situation noch schwieriger? wird. Es wird wieder der Fall eintreten, dass die Linie 10 in die Tunnel der Stadt ausweichen muss.
"Wir werden jetzt prüfen, ob der Vorschlag die Bahnen vom Goetheplatz abwechselnd oberirdisch und durch die Tunnel zu schicken, eine Option ist", so Schlossarek abschließend.

Stellungnahme der Regionsfraktion der Grünen:
"AutofahrerInnen dürfen nicht als wichtiger erachtet werden, als StadtbahnfahrerInnen!" fordert Brigitte Nieße Fraktionsvorsitzende der Grünen Regionsfraktion. "Wenn viele Menschen mit dem Auto an den Adventswochenenden in die Innenstadt fahren, darf dies nicht heißen, dass dadurch Stadtbahnfahrende Umleitungen und Streckenkürzungen in Kauf nehmen müssen. Der oberirdische Ausbau der Linie 10/17 wurde mit verschiedenen Verkehrssituationen durchgerechnet. Es kann nicht sein, dass beim ersten Belastungstest auf Kosten der NutzerInnen des öffentlichen Personennahverkehrs entschieden wurde."


(Zusammenfassung zweier Pressemeldungen)