Garbsen:

Wasser-Zapfstellen auf Friedhoefen der Stadt werden ausgetauscht

Wilhelm Meine und Beate Butsch von der Stadtverwaltung testen eine der neuen Wasserstelen in Berenbostel.

Garbsen, 23.11.2017 - Auf den vier städtischen Friedhöfen wurden in den vergangenen Wochen mehrere neue Wasserstelen aufgestellt. Die bisherigen Becken, die den Besuchern noch zum Schöpfen von Gießwasser zur Verfügung stehen, sind in die Jahre gekommen. Sie stammen teilweise aus der Anfangszeit der Friedhöfe. "Wir werden die alten Becken nach und nach durch die neuen Wasserstelen ersetzen", sagt Wilhelm Meine von der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe.

Bisher wurden von den insgesamt 42 Wasserbecken auf den vier städtischen Friedhöfen 15 gegen neue Stelen ausgetauscht. Die Anschaffungskosten betragen pro Stele rund 1200 Euro. Die Investition lohnt sich, schließlich sind die neuen Wasserstelen deutlich günstiger im Unterhalt. Zudem sind sie weniger anfällig für Vandalismus. In ihrer Funktion sind die Wasserspender einfach zu handhaben. Unter anderem ist der Wasserstrahl? regulierbar.
"Die Resonanz unserer Besucher ist durchweg positiv", sagt Meine.

Auf den städtischen Friedhöfen wird eine Vielzahl von Bestattungsmöglichkeiten in gepflegtem, grünen, naturnahem Ambiente angeboten. Zeitlich befristet sind Reihengräber, pflegefreie Rasenreihengräber und anonyme Gräber für Erd- und Feuerbestattungen. Zeitlich verlängerbar sind Wahlgräber für Erd- und Feuerbestattungen. Die Gräber sind zwischen einem halben und weit über 20 Quadratmeter groß.
"Die Wünsche hinsichtlich Bestattungsform und Pflegeaufwand ändern sich merklich", sagt Beate Butsch, Leiterin der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe. "Mit unseren unterschiedlichen, teilweise sehr individuellen Angeboten, kommen wir diesem veränderten Bedürfnissen nach." Wichtig ist Butsch, darauf hinzuweisen, dass die städtischen Friedhöfe überkonfessionell sind. Sie dienen der Bestattung aller? Personen, die bei ihrem Tod Einwohner der Stadt waren, unabhängig von Alter, Geschlecht, Abstammung oder Glauben. So gibt es unter anderem auf dem Friedhof Auf der Horst ein Grabfeld speziell für Menschen muslimischen Glaubens.

Die Art und Anzahl der jährlichen Beisetzungen auf den kommunalen Friedhöfen in Garbsen schwankt erheblich. Durchschnittlich sind es 310 Beerdigungen im Jahr. Insgesamt entstehen der Stadt für die Friedhöfe im Jahr Kosten in Höhe von rund einer Millionen Euro. Hinzu kommen noch laufende Investitionen zum Beispiel für Dach-, Heizungs- und Wasserleitungssanierungen. "Bei vermehrten Beisetzungen auf nicht kommunalen Friedhöfen, ist mit einer finanziellen Mehrbelastung aller Garbsener zu rechnen", prognostiziert Meine.