Wege durch die ewige Stadt, Teil 1:

Unser Weg nach Rom - ein paar vorbereitende Bemerkungen

Blick vom Monte Palatino auf das Colosseum, den Titusbogen, die Basilika S. Francesca Romana (oder auch S. Maria Nova) und das oestliche Ende des Forum Romanum

Garbsen, 31.10.2017 - Anfang Oktober gab es mit dem Tag der Deutschen Einheit einen Feiertag an einem Dienstag, der ein großzügig verlängertes Wochenende erlaubte und damit einen interessanten Kurzurlaub: Schon immer wollten wir mal nach Rom, ein paar Reiseführer lagen bereit, aber dennoch waren wir nicht wirklich gut vorbereitet, als der spontane Entschluss fiel: "Jetzt oder nie!"
Gab es noch eine passende Unterkunft? - Rom hat nur zwei U-Bahn-Linien, die sich am Hauptbahnhof kreuzen. Um das zu nutzen, war uns die verkehrstechnisch gute Lage wichtiger als der Komfort und tatsächlich gab es dicht an der Stazione Termini (Hauptbahnhof) noch ein freies Zimmer in einem kleinen Hotel, das sich als entsprechend eingerichtete Wohnung herausstellte - in einem Haus mit vielen solchen Hotels - nicht sehr komfortabel, aber preiswert, sauber und sehr freundlichen Menschen.

Das Hotel befindet sich gleichzeitig in der Nähe des imposanten Gotteshauses Santa Maria Maggiore, deren Glockenturm mit 75 m der höchste Roms und von vielen etwas höher gelegenen Punkten aus zu sehen ist. - Mehr dazu in der nächsten Folge.

Ein preiswürdiger passender Direktflug von Hannover nach Rom war allerdings nicht zu finden. Also mussten wir zu einem entfernteren Flughafen. Wenn es schon sein muss, dann auch effektiv: Mit Ryanair ging es dann trotz ein paar Zusatzbuchungen tatsächlich zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber eben spottbillig ab Frankfurt-Hahn nach Rom und wieder zurück - und das bei je zwei Mal knapp zwei Stunden Flugzeit ohne umzusteigen usw. Mit Ryanair landet man in Rom auf dem Flughafen Ciampino. Den Transfer zur Innenstadt (Stazione Termini) bewältigt man übrigens von beiden Flughäfen am besten mit einem Shuttlebus, den man auch bereits von Deutschland aus buchen kann. So stellt man sicher auch einen Platz im Bus zu bekommen. Die Fahrtzeit beträgt eine knappe Stunde.
Mit www.sitbusshuttle.com hat alles gut geklappt.

Wir haben in einer fremden Stadt nie den Ehrgeiz, ALLES zu sehen, weil man ohnehin nur einen Bruchteil von ALLEM verarbeitet. Wir möchten auch nicht möglichst effektiv bei irgendwelchen Führungen durch die Gegend getrieben werden.

Im ehemaligen jüdischen Ghetto am Tiber

Wir möchten anhalten wo es uns gefällt, aber auch keinen ausgesprochenen Müßiggang. Darum hatten wir uns vorgenommen uns in keine Warteschlange einzureihen. Auch ungeordnetes Gedränge ist uns zuwider.
Uns war klar, dass wir so auf manchen Eindruck in Innenräumen würden verzichten müssen (konkret waren es dann der Petersdom und das Pantheon). Wir haben das aber in Kauf genommen, weil uns die Menschenmassen daran zweifeln ließen, den erwarteten Eindruck auch wirklich aufnehmen zu können und weil bei dem schönen Wetter auch "Rom von außen" und die vielen beeindruckenden Kirchen, zu denen wir leichteren Zugang hatten, unser Erlebnisvermögen schon voll auslasteten.


Beginnen wir in der nächsten Folge mit einem bebilderten Spaziergang zum Lateran, wo sich viele Jahrhunderte lang auch der Sitz der Päpste befand. Erst allmählich entwickelte sich der Vatikan dazu.