Deutsche Stiftung Denkmalschutz sagt Hilfe zu:

Spendenaufruf nach Unwetterschaden in Neustadt-Metel

Bonn/Neustadt am Rbge., 07.08.2017 - Gleich zweimal schien in Neustadt-Metel der Himmel einzustürzen. Die Unwetter Mitte Juli führten zu erheblichen Schäden, auch an dem denkmalgeschützten Bauernhof Bornwiese 7: die Dachkonstruktion am Wirtschaftsteil brach, zwei Gefache rissen ab. Die Ziegeldachfläche droht nun vollständig herab zu rutschen, einige Bereiche sind bereits offen und Wasser tritt ein. Der Frontgiebel neigt sich nach dem Verlust seines Bauverbundes an das Dach gefährlich nach vorne.

Die Eigentümer, das Rentnerehepaar Martin, brauchen dringend Hilfe. Seit vielen Jahren pflegen sie ihr Denkmal in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden und hatten für den Herbst die letzten Arbeiten am Dach links des Frontgiebels über dem Eingangstor geplant. Die Finanzierung hierfür wurde mühevoll zusammengetragen. Durch die neuen dramatischen Schäden stimmen der Maßnahmen- und Finanzierungsplan jedoch nicht mehr, noch fehlende Mittel werden nun ganz schnell benötigt. Die Arbeiten können nun nicht mehr länger warten. Der Zustand ist absolut kritisch, durch das offene Dach regnet es bereits herein.

Zur Unterstützung des Ehepaars Martin stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) daher unbürokratisch Hilfe zur Verfügung und ermöglicht die Rettungs- und Instandsetzungsarbeiten, so dass diese zeitnah ausgeführt werden können.

Dafür hat die DSD ein Spendenkonto eingerichtet und ruft zu Spenden für den unwettergeschädigten Hof aus dem 18. Jahrhundert und weitere Unwetteropfer auf:

IBAN: DE71500400500400500400
Verwendungszweck: 1121899 Soforthilfe Metel.



Seine ersten Erwähnungen fand der Ort Metel bereits unter dem Namen Met(h)telen in Urkunden des Klosters Loccum aus dem Jahr 1313. Ende des 16. Jahrhunderts gab es fünf Meier- und 13 Kötherhöfe, doch der Dreißigjährige Krieg, insbesondere infolge der Belagerung Neustadts durch Tillys Truppen 1626 führte zu starken Verwüstungen in der ländlichen Region.

Über 150 Jahre später entstand das Fachwerkhaus Bornwiese 7 als Zweiständerbau, das Innengerüst mit der Jahreszahl 1791 ist in Diele und Dachtragwerk erhalten. Der zweigeschossige Anbau des Wohnteils erfolgte wohl als Ersatz des bauzeitlichen Wohnteils um 1880 und ist gegenüber dem alten Teil leicht erhöht. Rechtwinklig schließt sich der Wirtschaftsteil an.

Die roten Backsteinausfachungen, die historischen Fenster und ein Tonziegeldach mit historischen Pfannen prägen das Bild des Denkmals und stellen ein anschauliches Beispiel für die Bauweisen der damaligen Zeit dar.


Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Rund 400 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die DSD bereits über 5.000 Denkmale mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Allein in Niedersachsen konnte sie bisher über 360 Denkmale mit mehr als 20,5 Mio ? fördern.

Weitere Informationen:
www.denkmalschutz.de/denkmal/Bauernhaus-Bornwiese.html