Die Leine entlang. 8.Folge

Auf nassen Wegen von Wuelfel nach Rethen

Garbsen, 02.08.2017 - Die S-Bahnstation Am Brabrinke war, wie in der letzten Folge beschrieben, der Endpunkt meines Weges von Ricklingen nach Wülfel. Hier nehme ich die Wanderung auch wieder auf. Ich gehe aber nicht zurück zur Wilkenburger Straße um meinen Weg durch die Masch fortzusetzen, sondern folge der Hildesheimer Straße ca. 200m weiter nach Süden. Dann biege ich "Auf der Dehne" ein, gelange schnell auf einen Fußweg ("Saatmasch") an einem gut gefüllten Teich vorüber, der mich schnell der Leine näher bringen soll.


Aber die außergewöhnlich starken Regenfälle in der Zeit zwischen 22. und 26. Juli, insbesondere am Dienstag, dem 25.Juli, haben den Charakter der Landschaft verändert. Zwar gehen heute am letzten Tag dieses nassen Monats, die Pegelstände überall zurück, aber von den Wiesen und Wegen, die durch Mulden führen, läuft das Wasser nicht ab. Der Boden ist durchnässt, daher versickert es auch nicht.


So bleibe ich immer wieder auf Tuchfühlung mit höher gelegenem besiedeltem Land, folge z.B. der "Leinerandstraße" in Laatzen.
Weiter unten, gesäumt von Bäumen,...


...fließt die Leine, wie ein kleiner Strom schnell dahin.


Dieser gepflasterte (Fahrrad-)Weg lag bisher stets eine handbreit höher als das Wasser auf umgebenden Wiesen. Ewig konnte das ja nicht gut gehen. Für Räder kein Problem, ist das etwas mehr als knöcheltiefe Wasser für den Fußgänger eine kleine Herausforderung. Ein Stück stabiler Weidezaun aus Metall aber stellt sich als willkommene Querungshilfe heraus.


Dieses Seepferdchen scheint das nasse Element zu genießen. Hoffentlich bekommt es keine kalten Füße....


So gelange ich wohlbehalten in Grasdorf an, wo eine breite Liege aus Holz am Leineufer zur gemütlichen Rast bereit steht.


Auch von der Fußgängerbrücke hier, auf der man auf den Weg ins Naturschutzgebiet an der Alten Leine gelangen kann, hat man eine schönen, ungewohnten Blick auf die Leine...


...mit ihrem Treibgut.
Immer wieder werde ich beim Weitergehen wegen unpassierbarer Wege hoch an den Siedlungsrand gezwungen.


Doch der Blick auf die überschwemmten Wiesen macht auch immer wieder neugierig und...



...hat so seine Anziehungskraft.

Dennoch: Ursprünglich hatte ich einmal geplant auf dieser Tour von hier aus den "Koldinger Seenweg" durch das "Naturschutzgebiet Leineaue zwischen Ruthe und Koldingen" zu nehmen.


Daran ist heute nicht zu denken. Das hebe ich mir lieber fürs nächste Mal auf. Von der Haltestelle "Bahnhof Rethen" bringt mich die Linie 1 wieder zum Aegidientorplatz und von dort die 4 nach Garbsen. Der Weg heute war kaum länger als 6km, hat sich aber gelohnt.

Hier geht es übrigens zur ersten Folge dieser Serie.