Garbsen:

Stadt plant Gemeinschaftswohnanlage Im Hespe

Garbsen, 30.07.2017 - In Berenbostel soll eine Gemeinschaftswohnanlage zur Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen entstehen. In drei Modulen werden Im Hespe frühestens ab Sommer 2018 zwölf Familien mit guter Bleibeperspektive untergebracht, die bisher im Quartier Berenbostel-Kronsberg gewohnt haben. Sie stammen hauptsächlich aus Syrien und dem Irak.
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Die zweigeschossigen Wohneinheiten bieten je Ebene zwei Familien Platz - orientiert an den Mietobergrenzen des sozialen Wohnraums. Jeweils ein Innenhof als Treffpunkt ergänzt die Einheiten. Die Fläche ist für sieben Jahre gepachtet. Betreiber der Gemeinschaftswohnanlage in Containerbauweise wird, wie schon bei den anderen Garbsener Gemeinschaftsunterkünften, European Homecare sein. Die Mitarbeiter sind seit Mitte 2016 in Garbsen präsent und dementsprechend vernetzt, das sozialpädagogische Konzept ist etabliert. Die Refinanzierung erfolgt durch die Abrechnung der Tagessätze mit der Region Hannover, die auch die Kosten für die Flüchtlingssozialarbeit trägt. Der Bezug der Wohnanlage wird vom Garbsener Netzwerk Willkommen begleitet. Auch Integrationslotsen und Sozialarbeiter sollen einbezogen werden.
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Als Fläche wurde nach einer umfassenden Standortsuche das Grundstück Im Hespe ausgewählt, das gegenüber den anderen geprüften 44 Standorten deutliche Vorteile ausweist, insbesondere: Das Grundstück verfügt über eine gute Anbindung und Infrastruktur und die infrage kommenden Familien wohnen bereits in Berenbostel. Da deren Kinder bereits die örtlichen Kindertagesstätten und Schulen besuchen, wird ihnen ein Wechsel der Einrichtungen und Grundschulen erspart. Die Einwohner werden im Rahmen einer Einwohnerversammlung informiert. Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.