Warnhinweis

"Haftbefehl" - neuartiger Betrugsversuch

Garbsen, 27.07.2017 - Am gestrigen Mittwoch, 26.07.2017 wurden drei 80- und 82-jährige Seniorinnen aus der Region Hannover mit der postalischen Zustellung eines Haftbefehls und der darin enthaltenen Anweisung einen Geldbetrag zu bezahlen, um eine Strafe abzuwenden, konfrontiert.

Alle Vorfälle wurden bei den jeweiligen Polizeidienststellen angezeigt, da von den Seniorinnen nicht eingeschätzt werden konnte, inwieweit es sich um ein amtliches Schreiben handelt. Das Schreiben weist Anhaltspunkte auf, die den Anschein eines offiziellen Dokumentes erwecken (Dienstsiegel, Aktenzeichen, Vollstreckungsbehörde).
Gerade ältere Menschen sind bei derartigen Betrugsphänomenen Risiken ausgesetzt und werden Opfer einer Straftat.

Im Juni trat diese Betrugsmasche bereits in Hildesheim auf.
Die dortige Sachbearbeiterin hielt Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Es konnte ermittelt werden, dass die in dem Haftbefehl aufgeführten Beamten und Sachbearbeiter in der dortigen Behörde nicht bekannt sind.
Die Täter fordern in dem amtlich wirkenden Brief die Opfer auf, eine bestimmte Telefonnummer zu wählen. Erfahrungsgemäß landet man dadurch in einer Warteschleife, so dass hohe Telefonkosten anfallen.
Es ist aber auch möglich, dass man aufgrund einer speziell eingesetzten Technik beim Anwählen das Besetztzeichen erhält. Der Anruf landet dann bei im Ausland agierenden Tätern, diesen wird durch ?bermittlung von tatsächlichen Rufnummern die Möglichkeit eröffnet, durch wiederum telefonische Kontaktaufnahme Gewinnspiele anzupreisen.
Bürger/innen müssen sich bewusst machen inwieweit derartige Schreiben einen offiziellen wahrheitsgemäßen Inhalt haben.

Die Polizei warnt davor, auf derartige Forderungen einzugehen. Bei Unsicherheiten sollte man immer die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit einer Polizeidienststelle nutzen.