Garbsen:

Kids checken Osterwald

24 Jungen und Maedchen nehmen beim Projekt KidsSpot der Mobilen Jugendarbeit ihren Wohnort und insbesondere die Spielmoeglichkeiten unter die Lupe.

Garbsen, 05.05.2017 - Beim Online-Projekt KidsSpot erstellen Kinder und Jugendliche einen interaktiven Stadtplan.
Wie kinderfreundlich ist Osterwald? Wo sind die für Kids spannendsten Orte?


Und welcher Spielplatz ist am attraktivsten? 24 Kinder zwischen neun und 13 Jahren haben beim Projekt KidsSpot der Mobilen Jugendarbeit ihren Wohnort und insbesondere die Spielmöglichkeiten unter die Lupe genommen. Dieses Projekt ist der Start zur Erstellung eines interaktiven Stadtplans, der alle Stadtteile erfasst und jederzeit online einsehbar und aktualisierbar ist. Ausgestattet mit iPads, Kameras, Stiften und Papier erkundeten die fünf Forscherteams alle 14 Osterwalder Spielplätze, machten Fotos, drehten Videos und erstellten damit ein Portfolio von jedem Spielplatz.

Begleitet wurde das Projekt von der Cluster Sozialagentur aus Hildesheim. Gregor Küttner und seine Kollegen vermittelten den Jugendlichen Tipps, wie sich die Ergebnisse der Woche anschließend veröffentlichen lassen. Und zwar online und nicht mehr auf Papier wie in den vergangenen Jahren - als die Aktion noch Stadtteilforscherprojekt hieß. In der KidsSpot-Station in der Grundschule Osterwald erstellten sie dann die Internetseite. Im künftigen interaktiven Stadtplan im Internet sollen alle Spielplätze im ganzen Stadtgebiet verzeichnet sein, außerdem Jugendtreffs, Hilfeeinrichtungen und andere Orte, die für Kinder und Jugendliche wichtig und interessant sind. Kinder und Jugendliche können sich dort bald registrieren und den Plan immer auf den neuesten Stand bringen. Mit der geplanten Online-Plattform können sich Kinder künftig gegenseitig Tipps geben, auf Gefahrenpunkte hinweisen sowie Ideen und Verbesserungsvorschläge einbringen. Die Internetseite www.kidsspot-garbsen.de ist ab sofort freigeschaltet.


Traumspielplatz: Eniz Franz (12) präsentiert seiner Mutter Beya und Bürgermeister Christian Grahl sein Modell eines Piratenschiffs samt Labyrinth im Inneren.


Außerdem haben die Kids mit dem Betreuerteam um Evelyn Körting und Jens Beichel in der Kreativwerkstatt Modelle für ihren Traumspielplatz entwickelt und in der Video-Box ihre Meinung gesagt und davon kurze Filme gedreht.


Das Interesse an den Ergebnissen jungen Forscher war groß: Rund 60 Interessierte kamen zur Abschlusspräsentation in die Pausenhalle der Grundschule, auch Bürgermeister Christian Grahl, Schul- und Sozialdezernentin Iris Metge, Ortsbürgermeister Jürgen Haase, Ortsratsmitglieder und zahlreiche Eltern. Aktueller Favorit der Kinder ist der Spielplatz neben der Grundschule an der Robert-Koch-Straße. Er punktet mit Tischtennisplatten, Hügeln zum BMX-Fahren und einer Baggerschaufel. Nur für die aktuellen Tore hieß es Daumen runter: "Die früheren großen Tore waren viel besser - vor allem zum Fußballspielen", waren sich die Forscherkids einig. Die jetzigen - kleineren - Hockeytore seien definitiv zu klein.
"Ihr Kinder seid die Experten", betonte Metge. "Eure Arbeit ist nachhaltig, eure Botschaft geht an die Politiker", lobte Grahl das Engagement der Jungen und Mädchen.