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Konfirmandenfahrt nach Spiekeroog
JKG Garbsen: Unser Tag im hannoverschen Amtsgericht




Ev. Kirchengemeinde Frielingen - Horst - Meyenfeld:
Konfirmandenfahrt nach Spiekeroog
- von Maria Siebert -
Am 27.02.2008 fuhren wir, ein Bus voller Konfirmanden zusammen mit Pastor Wolfgang Dressel, der Diakonin Veronica Meyer und acht jugendlichen Betreuern, an der Horster Kirche um halb sieben Uhr nach Spiekeroog los. 
Als wir am Hafen ankamen, wurde dieser erst mal ausgekundschaftet. In einem der Hafenbecken entdeckten wir Segel- und Motorboote. Die Deiche und die Straßen waren von kleinen Häusern und Geschäften gesäumt, diese hatten aber geschlossen. Unsere Fähre legte um halb zwölf Uhr ab. Nach einem recht ruhigen Seegang kamen wir in Spiekeroogs Hafen an. 
Um zur Jugendherberge zu gelangen, hatten wir noch einen ausführlichen und windigen Spaziergang vor uns. Er führte uns auf einem breiten Trampelpfad durch die Dünen. 

VJM Freizeit- und Jugendbildungsstätte Quellerdünen, Bild: www.quellerduenen.de
Die Leiterin des Hauses hieß uns herzlich willkommen und erzählte uns einiges über das Haus und über die Bedeutung der Dünen. Die Jugendherberge sei 85 Jahre alt und soll auch noch so lange erhalten bleiben. Auch Hausregeln befanden sich in der kurzen Ansprache. Die Bedeutung der Dünen sei, wenn eine Sturmflut kommen würde, würde das Wasser nicht über die Dünen kommen, deshalb sollen wir auch nicht auf den Dünen herumklettern.
Nachdem wir unsere Zimmer besichtigt und eingerichtet hatten, sahen wir uns den Strand an. An einer Düne sah man die ‚Traurige Spur’, von der uns die Leiterin erzählt hatte. Diese war vor einigen Jahren durch eine Gruppe von Jugendlichen entstanden, die auf die Düne geklettert war. Obwohl dies lange her sei, wird die Spur nicht mehr verschwinden. 
Nun zurück zum Strand: dieser ist weit und lang, bei uns war gerade Ebbe. 
Ziemlich weit draußen erkannten wir noch die Brandung, wir sahen sonst nur das Watt. Es war eigentlich recht warm, nur eine kühle Brise blies uns entgegen.

Nun trafen wir uns in den zuvor eingeteilten Gruppen in den jeweiligen Gemeinschaftsräumen. Zuerst erzählte jeder etwas über sich, dann kam eine etwas schwierige Aufgabe. In kurzer Zeit musste man den Namen seines Nachbars sagen. Danach machten wir noch einige Kennlernspiele, die recht lustig waren.
Schon beim Abendbrot begann das nächste Spiel, das Mörderspiel. Dadurch sollten wir uns auch noch näher kennen lernen. Als das Abendbrot beendet war, kamen wir in kleine Gruppen, nun mussten wir verschiedene Aufgaben bewältigen. In jedem Raum erwartete uns ein Teamer, welcher uns das nächste Spiel erklärte. Wir mussten mit einer Fliegenklatsche Erdnüsse in eine etwas weiter entfernte Kiste schießen oder mit einem Strohhalm Nudeln an den Nachbarn weitergeben. Um 23 Uhr war Nachtruhe. 

Am nächsten Morgen frühstückten wir um halb neun. Es gab Müsli und Brötchen. Anschließend trafen wir uns wieder in den Gruppen in den Gemeinschaftsräumen, wo wir über „Gottes Vertrag mit mir“ redeten. Da mussten wir uns erst einmal äußern, schließlich brachten wir es gemeinsam zu Papier, welches wir anschließend aufhängten, damit man es sich noch mal in Ruhe anschauen konnte. Am Abend feierten wir in unserer Gruppe noch einen kleinen Gottesdienst, wo wir Lieder sangen. Bevor wir auseinander gingen, bekamen wir noch den Segen. 

Am Freitagmorgen erwartete uns das Thema „Taufe“ und die Suche nach unserem Konfirmationsspruch. An den Wänden des Raumes hingen mehrere Konfirmationssprüche, von denen wir uns einen aussuchen konnten. Diesen schrieben wir dann auf. In einer Runde sagte dann jeder, warum er gerade diesen Vers genommen hat. 
Gemeinsam bereiteten wir dann eine Taufkerze für einen unser Konfirmanden vor, der am Nachmittag in der Spiekeroogschen Kirche getauft wurde.Dazu hatte jede Gruppe etwas vorbereitet: ein Taufkleid, die Taufkerze und Taufwasser.

Das Taufwasser stammte aus der Nordsee und wird hier aufbereitet.

Um unsere „Glaubensbekenntnisse“ kümmerten wir uns am Samstag. Wir bekamen ein weißes Papier, zwei Schaschlikspieße, zwei verschieden große rotes Kreise, ein grünes Viereck, zwei gelbe Dreiecke und einen blauen Baumwollfaden. 

Nun sollten wir unseren Glauben zu Gott und unsere Beziehung zu unseren Freunden und Verwandten (und deren Beziehung zu Gott) darstellen. Am Ende zeigte jeder sein Kunstwerk und ein anderer sollte es interpretieren. 
Schließlich wurden uns kleine Karten ausgeteilt, auf denen wir ankreuzen konnten, was wir noch Aktives tun wollten. Entweder man bastelte Keilrahmen, Strandbilder, Altarteppiche oder bereitete einen kleinen Sketch vor. 
An diesem Abend fand wieder ein kleiner Gottesdienst statt, bei dem wir mit Gitarrenbegleitung Lieder, die wir uns aussuchen durften, sangen.

Der nächste Morgen, am Tage unserer Abreise, luden wir unser Gepäck schon um sieben Uhr auf den Wagen. Unsere Fähre sollte eigentlich um halb neun ablegen. 

Wegen der Sturmflut ‚Emma’, die sich durch kräftige Böen bemerkbar machte, entfiel diese Fähre. Erst um 17 Uhr marschierten wir zum Hafen, unsere Fähre legte um 18 Uhr ab. Der Seegang war unruhig und es regnete. 
Am Festland, in Neuharlingersiel, erwartete uns schon unser Bus, welcher uns nach Horst brachte. Die Horster Kirche erreichten wir um circa 23 Uhr. 

Mir hat es auf Spiekeroog gut gefallen, da wir uns recht viel mit dem Thema „Gott“ beschäftigt haben und auch unsere eigene Meinung gefragt war. Das tägliche Programm war abwechslungsreich und alle hatten fast immer viele Ideen. 

Bildquelle: Die letzten fünf Bilder wurden von Veronica Meyer zur Verfügung gestellt

www.kirchengemeinde-frielingen-horst-meyenfeld.de/

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Alles, was Recht ist:
JKG Garbsen: Unser Tag im hannoverschen Amtsgericht
- von einem Schüler der LeineBlick-AG am JKG -

Garbsen, 29.2.08 - Am 27. Februar durften wir, die Klasse 8lmk, als Zuschauer bei insgesamt vier Gerichtsverhandlungen am Amtsgericht teilnehmen. 

Das Gerichtsgebäude ist ein prunkvoller Bau mit vielen Gerichtsräumen, in denen verschiedene rechtliche Fälle geklärt wurden. Oft ging es dabei um Diebstahl oder Schwarzfahren. Die meisten Verhandlungen sind öffentlich, jedoch können die Zuschauer bei z.B. Jugendgerichtsfällen wegen Jugendschutz ausgeschlossen werden. Unsere erste Verhandlung begann um etwa halb zehn.
Ein Staatsanwalt verlas dabei immer die Anklage gegen den oder die Angeklagte(n), der vom Staat wegen rechtswidriger Handlung (d.h. er hat gegen ein Recht verstoßen) angeklagt wurde. Ein Rechtsanwalt, der aber generell nicht zwingend ist, vertrat dabei noch zusätzlich den Angeklagten. Außerdem versuchte er, das Urteil des Richters ziemlich milde zu stimmen.
Alles, was gesagt wurde, wurde von einer Protokollantin inhaltlich festgehalten. Die Zeugen mussten draußen warten und erst hereinkommen, wenn sie von der Protokollantin aufgerufen wurden.

Manchmal ist es aber auch ziemlich traurig, wenn man den Zustand der Angeklagten erfährt. Viele waren oder sind drogenabhängig und müssen von Hartz IV leben. Und dann werden sie noch zu allem Übel in der Straßenbahn beim Schwarzfahren erwischt und wissen nicht, wie sie die 40 Euro Strafe bezahlen sollen und landen dann vor Gericht.
Für viele ist das Leben dann sowieso schon zu Ende, weil sie sich über Spritzen, die sie zum Spritzen von Drogen brauchen, mit Aids infiziert haben.

Aber zurück zur Verhandlung. Im Gericht war es unerwünscht, etwas zu essen oder während der Verhandlung mitzuschreiben. Auch sollten wir keine Kommentare abgeben.
Dafür aber konnten wir der Richterin anschließend Fragen stellen. 
Nach den vier Fällen war es Mittag und wir fuhren zur Schule zurück.