White Horse Theatre 2004:
Zwanzig ‚Ori-Klassen‘ erleben englisches Theater
- von Irene Starke-
Der Gorilla versteckt sich im Publikum
Garbsen, 11.2.04 - Spielend eine Fremdsprache erlernen. Das Konzept des White Horse Theatre kommt bei den Schülerinnen und Schülern gut an.

Seit bald zwanzig Jahren gibt es dieses pädagogische Tourneetheater mit nunmehr neun Theatergruppen in Deutschland. Es wurde von Peter Griffith gegründet, der Lehrer, Schauspieler, Schriftsteller, Regisseur und Musiker in einer Person ist und viele der aufgeführten Stücke geschrieben hat. 
Auch „Billy’s Friend“, das alle Schülerinnen und Schüler des 5. und 6. Jahrgangs der Orientierungsstufen Nikolaus Kopernikus am Donnerstag vor den Halbjahreszeugnissen sahen , stammt aus seiner Feder. Selbst Schüler, die erst seit einem halben Jahr an der „Ori“ Englisch hatten, sind in der Lage, der Handlung dieses anschaulich inszenierten Bühnenstücks zu folgen. Das stark gestisch orientierte Spiel unterstützt die Verstehensleistung. 
Schon zum dritten Mal war das White Horse Theatre mit diesem Stück in der „Ori“ zu Gast. Der Text war der alte - stellten die Englischlehrer fest - aber immer gibt es etwas Neues. Eine zusätzliche Rahmenhandlung machte diesmal aus dem Stück einen Traum der Hauptperson Billy, die zudem überraschenderweise ein Mädchen war, und Nebelschwaden unterstrichen diese Absicht.


 

Der Gorilla erschreckt Billys Mutter.

So realistisch die agierenden Charaktere auch sein mögen - Billy mit Mutter und Vater, Ladenbesitzer, Lehrerin, Polizisten und Zirkusdirektor - so traumhaft war das Geschehen um die Begegnung und Freundschaft zwischen  dem Mädchen Billy und einem Gorilla, dessen Name das Publikum in jeder der drei Vorstellungen aussuchen durfte: Peter, Little Monkey, Sonny. 

Gemeinsam erleben Billy und ihr Gorilla-Freund einige komische und zugleich beklemmende Abenteuer in Billys alltäglichem Umfeld. 
Mit Angst und Panik reagieren alle Personen auf Billys Gorilla, was zu turbulenten und für die Zuschauer höchst vergnüglichen aber auch nachdenklich stimmenden Verwicklungen führt. 

Höhepunkt ist die Szene im Park, wohin sich Billy und ihr Gorilla nachts geflüchtet haben und wo nun zwei mit Gewehren bewaffnete Soldaten auftauchen, um „das höchst gefährliche Tier“ aufzuspüren und abzuschießen. Die erfolglose, jedoch turbulente Suche bezog auch die Zuschauer mit ein, und es ging hoch her in der Aula der Osterbergschule, wo die „Ori“ für ihre drei Vorstellungen zu Gast war.

Doch - Ende gut alles gut - im Zirkus findet Billy mit ihrem Gorilla und ihren Eltern eine Bleibe und einen Arbeitsplatz. Mit Staunen konnten die Zuschauer zum Schluss erleben, dass es auch Schauspieler gibt , die mit geradezu akrobatischen Fähigkeiten (vor allem Jessica) eine Zirkusartistennummer gestalten können, wofür sie mit großem Applaus bedacht wurden.
 

Billy (alias Zola) gibt AutogrammeViele Schülerinnen und Schüler standen danach noch geduldig an, um sich von den vier jungen britischen Schauspielern (Zola, Jessica, Heath und Phil) ein Autogramm zu holen. 
Noch ein halbes Jahr wird es die Orientierungsstufe geben. Nach knapp 30 Jahren naht ihre Auflösung. Wird es in Zukunft an den weiterführenden Schulen des Schulzentrums auch solche englischsprachigen „Glanzpunkte“ (highlights) geben? 
An der Caroline- Herschel- Realschule gewiss, denn dort sind die alljährlichen Gastspiele des White Horse Theatre schon eine richtige Tradition geworden. Einen Tag vor der Orientierungsstufe hatte sie am selben Ort ihr Gastspiel.

Also dann hoffentlich: The same procedure next year.
Weitere Informationen zum White Horse Theater gibt es hier.

www.LeineBlick.de

Eine Runde weiter:
Merle Klingenberg liest am besten
- von Wolfgang Siebert -
Garbsen, 9.2.04 (LeineBlick)  – Schon seit 45 Jahren veranstaltet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Vorlesewettbewerbe, um Kindern Spaß am Lesen zu vermitteln und das Interesse an Literatur zu fördern.
Am vergangenen Freitag fand in der Stadtbibliothek Garbsen am Planetenring der Vorentscheid für die Städte Garbsen, Neustadt und Wunstorf statt. Dabei belegte die 12jährige Merle Klingenberg von der OS Nikolaus Kopernikus den ersten Platz. Mit jeweils gleichem Punktestand folgten die beiden Wunstorfer Felix Pütter (OS Süd) und Sander Stuart (OS Nord) auf dem zweiten Platz.. Alle drei werden am 9. März an der nächsten Ausscheidung in Hannover teilnehmen. 
Kristina Grundey, ebenfalls von der OS Nikolaus Kopernikus, kam auf Platz 3 und wird einspringen, falls jemand von den vorderen Plätzen krank wird.