„Rechte Gewalt“ – Andrea Röpke referiert in Hannover

Wann:
10. Dezember 2018 um 18:00
2018-12-10T18:00:00+01:00
2018-12-10T18:15:00+01:00
Wo:
Regionshau

Das Verstörende an rechter Gewalt“, resümiert Andrea Röpke in ihrem aktuellen „Jahrbuch rechte Gewalt“, „ist die Banalität mit der sie jederzeit und überall auftreten kann“. Am Montag, 10. Dezember 2018, referiert die Politologin und Journalistin im Regionshaus. Die Kernaussage ihres Vortrages: „Die rassistische Mobilisierung im Inneren bedroht die Demokratie“.

Die öffentliche Veranstaltung von Region Hannover, Landeshauptstadt Hannover und der Mobilen Beratung Niedersachsen gegen Rechtsextremismus für Demokratie am Zentrum Demokratische Bildung findet in Raum 602, Eingang Hildesheimer Straße 20, statt. Beginn ist um 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

Menschenverachtende Tendenzen, rechtes Denken und auch rechte Gewalt breiten sich aus. Durchschnittlich geschehen in Deutschland fünf Gewalttaten von rechts pro Tag. Rassistisches Gedankengut findet zunehmende Akzeptanz – weit über das übliche Spektrum. In ihrem Jahrbuch „Rechte Gewalt 2018“ beleuchtet Andrea Röpke Hintergründe, berichtet über existierende Untergrundzellen mit Verbindung zu Polizei und Bundeswehr. Sie zeigt die vertuschte Nähe zwischen „Neuer Rechter“ und klassischen Rechtsextremen auf, erklärt die „Reichsbürger“-Szene und berichtet über die neuen, gefährlichen Kampfgemeinschaften von Neonazis, Hooligans, Türstehern und Mixed Martial Arts-Sportlern.

Andrea Röpke, geboren 1965, ist die führende deutsche Journalistin zum Thema Rechtsextremismus. Im Zuge ihrer Recherchen wurde sie mehrfach tätlich angegriffen. Sie arbeitet u.a. für „Panorama“, „Fakt“ und „Spiegel TV“, ihre Texte veröffentlicht sie im „Spiegel“, der „Süddeutschen Zeitung“, im „Focus“ und im „Stern“. Andrea Röpke wurde für ihre journalistische Arbeit vielfältig ausgezeichnet, u.a. mit dem Otto-Brenner-Preis, dem Leuchtturm-Preis des Netzwerks Recherche, dem Paul-Spiegel-Preis des Zentralrats der Juden und als „Reporterin des Jahres“, und „Journalistin des Jahres“.