Autorenlesung mit Henning Pawel:
'Bei den schwachen Menschen kam aus der Dusche kein Wasser sondern Gas.'
- Ein Bericht von Alexander & Lennart sowie Arielle & Lena-
Am Montag, den 10.Mai 2004 war die Klasse 5c bei der Autorenlesung von Henning Pawel. Im Musikraum fand die Lesung statt. Eine 6. Klasse war noch dabei. 
Als erstes durften wir Henning Pawel Fragen über sein Buch Das Geheimnis der  Satanseiche, das wir in Untericht gelesen hatten, stellen. Er beantwortete alle Fragen mit einer verständlichen Antwort. 
In der Pause durften wir uns Autogramme holen. Später erzählte er viel über seine Kindheit. Er ist nämlich in einer jüdischen Familie aufgewachsen. Seine Mutter und er mussten vor Hitler fliehen. Dann zeigte er uns ein paar Ausweise, einen Davidsstern und einen alten Geldschein. Natürlich stellte er uns noch ein Buch vor. 
Es hieß ,Mädchen sind stärker  und enthält Texte verschiedener Autoren. 

In der Geschichte Das U-Boot  erzählt Henning Pawel von einer untergetauchten  jüdischen Frau namens Mirjam, die einen Sohn namens Max hatte. Sie nutzte die Bombenangriffe  der Amerikaner im 2. Weltkrieg aus  und versteckte sich in den schon zerbombten Ruinen. Als Obdachlose mischte sie sich unter das Volk beim Sammelplatz. Dort besorgte sie sich Lebensmittelkarten und einen Ausweis, der für drei Tage gültig war. Dann brachte sie ihren Sohn unter und ging zum Frisör, um sich die Haare strohblond färben zu lassen. Doch dort wurde sie von der geheimen Staatspolizei aufgespürt und festgenommen. 

Herr Pawel hat uns nun über die Zeit unter Adolf Hitler erzählt. Er hat uns einen Davidsstern (Judenstern), eine Lebensmittelkarte und einen Jüdischen Ausweis gezeigt. Die Juden bekamen immer nur ein Drittel der Lebensmittel wie die Nazionalisten. Herr Pawel hat uns auch einen Geldschein aus einem Konzentrationslager gezeigt. Das Geld wurde den Juden gegeben, weil sie glauben sollten, dass sie sich 'nachher' alles kaufen könnten, was sie brauchten. 
Davor mussten sie sich jedoch duschen. Aber aus den Duschen kam kein Wasser, sondern Gas. Junge Männer wurden auch zum Arbeiten verurteilt. Und irgendwann sind auch die Arbeiter an einem Schwächeanfall gestorben. Jeden Tag mussten die Juden das gleiche schwere Unheil erleiden.
Über die frühere Zeit unterhielten wir uns anschließend. Zum Beispiel darüber, wie die Menschen in Zügen transportiert wurden. Dann mussten sie sich ausziehen und duschen. Die älteren Leute, die Kinder und die Mütter wurden zu einer Seite geschickt. Die kräftigen und starken Leute zur anderen. Bei den schwachen Menschen kam aus der Dusche kein Wasser sondern Gas. Die Menschen erstickten. Bei den Kräftigen kam Wasser...
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