Ihme-Zentrum retten!

Die Linke Region Hannover stellt ihr Konzept zur Rettung des Ihme-Zentrums vor und fordert ein entschlossenes Handeln der Stadt. Jahrzehntelanges politisches Wegschauen und das Scheitern privater Großinvestoren haben den Komplex an den Rand des Totalzerfalls gebracht. Die Stadt darf nicht länger auf Spekulanten vertrauen, sondern muss selbst Verantwortung übernehmen.
Das Problem ist bekannt – und hausgemacht
Private Großinvestoren sind seit Jahrzehnten gescheitert. Die PIZ-GmbH ist insolvent. In den Sockelgeschossen besteht ein massiver Sanierungsstau von 70 bis 100 Millionen Euro. 58.000 Quadratmeter Büroflächen stehen leer. Wohnraum und Gewerbe verfallen, während in Hannover und der Region dringend bezahlbare Wohnungen fehlen.
Die Stadt muss endlich handeln!
Die Linke fordert:
  • Die öffentliche Hand und genossenschaftliche Strukturen müssen Verantwortung übernehmen.
  • Teile des Ihme-Zentrums sind in städtisches bzw. genossenschaftliches Eigentum zu überführen.
  • Absage an Immobilienspekulanten.
  • Feststellung eines städtebaulichen Missstands und Einleitung eines förmlichen Sanierungsverfahrens.

 

Konkrete Vorschläge der Linken

  • Mindestens 300 Wohnungen mit durchschnittlich 75 Quadratmetern durch Umbau im alten Jugendamt schaffen.
  • Durch Renovierung der leeren Gewerbeflächen Räume für Pflege- und Gesundheitszentrum, Bildung und Kultur, einen Mobilitätshub sowie Kleingewerbe einrichten.
  • Erd- und Sockelgeschosse für die Stadtgesellschaft öffnen und sichere Fuß- und Radwegverbindungen durch das Ihme-Zentrum herstellen.
  • Eine Koordinierungsstelle im städtischen Bauamt einrichten.
  • Demokratische Beteiligung der Einwohner*innen des Ihme-Zentrums und des Stadtteils bei der weiteren Entwicklung sicherstellen.
Maren Kaminski, MdB und Oberbürgermeisterkandidatin der Linken, erklärt:
„Das Ihme-Zentrum darf nicht länger zum Spielball von Spekulanten werden. Die Stadt muss selbst Verantwortung übernehmen und endlich ins Handeln kommen.
Allein in den leerstehenden Büroflächen können durch einen Umbau zeitnah rund 300 Wohnungen entstehen – bezahlbarer Wohnraum, den Hannover dringend braucht. Gleichzeitig können leerstehende Flächen für Pflege, Gesundheit, Kultur und Bildung genutzt werden. So schaffen wir eine konkrete Perspektive für das Ihme-Zentrum und für die Menschen in Hannover.“
Aram Ali, Kandidat für den Bezirksrat Linden-Limmer und Kreisvorsitzender, ergänzt: „Nur gemeinsam mit einer starken Linken in den Räten können wir Druck auf die Verantwortlichen ausüben, damit die Stadt endlich Verantwortung für das Ihme-Zentrum und die Einwohner*innen übernimmt. Es braucht keine neuen Investoren, sondern staatlich geförderten Wohnungsbau. Die Menschen erwarten zurecht, dass die Renovierung des Ihme-Zentrums zeitnah vorangeht.“
Die Linke wird das Thema in den kommenden Wochen weiter in den Mittelpunkt ihrer kommunalpolitischen Arbeit stellen und fordert die Stadtverwaltung und den Rat auf, unverzüglich die notwendigen Schritte einzuleiten.