E-LKW – E.ON und Wessels Logistik zeigen, wie’s geht

Insgesamt vier Ladestationen mit insgesamt acht Ladepunkten sind speziell für das Laden von elektrischen Lkw mit je bis zu 400 Kilowatt Ladeleistung ausgerichtet. --- Bild: Wessels Logistik

E.ON realisiert für Wessels Logistik ein 360-Grad-Energiekonzept aus Ladeinfrastruktur, Solaranlage samt Großbatteriespeicher und neuem Trafo. Die innovative Komplettlösung des Energieanbieters ist für das Transportunternehmen ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum dekarbonisierten Lkw-Warenverkehr.

„Wessels Logistik denkt die Energiewende ganzheitlich: Eine skalierbare Ladeinfrastruktur, eigene Energieerzeugung durch Photovoltaik und ein Batteriespeicher für flexible Nutzung des Stroms –wir sind stolz, dieses gesamtheitliche Konzept für den Transportunternehmer umsetzen dürfen. Damit gehen wir gemeinsam voran, um den Straßengüterverkehr klimafreundlich zu gestalten“, so Christoph Ebert, Geschäftsführer von E.ON Drive Deutschland.

 

Öffentlich zugängliche Ladepunkte für E-Lkw anderer Unternehmen

Vier Ladestationen mit insgesamt acht Ladepunkten speziell für das Laden von elektrischen Lkw mit je bis zu 400 Kilowatt Ladeleistung stehen ab sofort am Firmensitz in Rhede (NRW) zur Verfügung. Diese sind ohne Rangieraufwand oder das Abkoppeln von Aufliegern zugänglich, um das Laden der Lkw optimal in den Speditionsalltag zu integrieren. „So halten wir unsere Prozesse schlank. Davon profitieren besonders unsere Fahrer, die dieses neue Konzept positiv annehmen“, erklärt André Wessels, Geschäftsführer bei Wessels Logistik.

Sechs elektrische Lkw hat Wessels Logistik bereits in der Flotte und drei weitere kommen zum Jahreswechsel hinzu. „Besonders wichtig war uns dabei, dass das Laden der Lkw in unseren Tagesablauf passt. Die hohe Ladeleistung sorgt dafür, dass die Fahrzeuge schnell wieder einsatzbereit sind. Dass wir vier der insgesamt acht Ladepunkte auch für andere Unternehmen öffnen, ist ein weiterer Beitrag, den Straßengüterverkehr in unserer Region zukunftsfähig zu machen. Unsere Flottenelektrifizierung wurde durch die Förderprogramme Klimaschonende Nutzfahrzeuge und Infrastruktur und Progress-NRW umgesetzt. Elektromobilität im Schwerlastverkehr bedarf hoher Investitionen. Vor allem kleinere und mittlere Transportunternehmen benötigen aktuell noch unterstützende Maßnahmen seitens der Politik“, so André Wessels.

 

521 kWp Solaranlage produziert Strom für die E-Lkw

E.ON realisiert für den Standort von Wessels ein 360-Grad-Energiekonzept. Aus der Vogelperspektive sind die beiden Dächer mit neuer Photovoltaikanlage sowie die Holzhackschnitzelproduktion des Unternehmens zu sehen. — Bild: E.ON.

Klimafreundlichen Strom für die Ladestationen liefert eine neue Solardachanlage mit 521 Kilowattpeak Leistung. Sie erstreckt sich mit 1.146 Modulen auf rund 4.000 Quadratmetern Dachfläche der Firmengebäude von Wessels Logistik. Die Photovoltaikanlage kann rechnerisch pro Jahr mehr als 450.000 Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugen – umgerechnet entspricht das circa 375.000 Kilometer* Fahrstrecke mit elektrischen Schwerlast-Lkw.

Solarstrom, der nicht sofort verbraucht wird, landet in einem Batteriespeicher mit 1.288 Kilowattstunden Kapazität und 736 kW Leistung. So steht die Energie beispielsweise der Flotte zur Verfügung, sobald wieder ein Lkw am Standort ist und lädt – das maximiert den Solarstrom-Eigenverbrauch und macht das Unternehmen unabhängiger von Energiepreisen. Ein neuer Trafo ermöglicht die umfassende Elektrifizierung des Betriebshofs. Das 360-Grad-Konzept für den Standort von Wessels Logistik zeigt, wie Infrastruktur, Energieerzeugung und Speicher intelligent zusammenspielen.

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*Annahme Verbrauch: 120 kWh/100 km