Die Stadt Garbsen arbeitet mit Hochdruck an der Errichtung eines eigenen Corona-Testzentrums. „Gemeinsam mit einem starken Partner wollen wir schnellstmöglich ein kommunales Testangebot für alle Garbsenerinnen und Garbsener realisieren“, sagt Bürgermeister Christian Grahl. Die Teststrategie der Bundesregierung könne nur funktionieren, wenn sich möglichst viele Menschen schnell und unkompliziert testen lassen können, so Grahl.
In diesem Zusammenhang lobt er die Initiative der Kosmos-Apotheke. Im Shopping-Plaza können sich Menschen aus Garbsen seit dem 10.3. nach Voranmeldung kostenlos auf Corona testen lassen. Dies könne für Garbsen jedoch nur ein erster Schritt sein, so der Bürgermeister.
Im Zusammenhang mit den derzeit hohen Inzidenzwerten in der Region Hannover und insbesondere in Garbsen vertritt der Bürgermeister eine klare Linie: „Wir müssen in unserer Stadt alles tun, um wieder eine Inzidenz unter 100 zu erreichen.
Die Region Hannover ist umso eher in der Lage, die dringend notwendige Öffnung von Schulen, Kindergärten und Geschäften zu ermöglichen, je mehr auch der Wert in Garbsen wieder sinkt.
Deshalb appelliere ich an alle Bürgerinnen und Bürger: Halten Sie sich weiterhin an die bekannten Abstandregeln! Tragen Sie FFP-2-Masken oder medizinische Masken! Lüften Sie regelmäßig! Beachten Sie die Hygieneregeln!
Wir alle wissen, wie das Ansteckungsrisiko zu vermeiden ist. Bis alle Menschen geimpft sind, müssen wir noch durchhalten. Nur so können wir alle wieder mehr Bewegungsfreiheit erhalten und nur so können Schulen, Kindergärten und Geschäfte wieder öffnen.“
Bei der Senkung der Zahlen müsse das Augenmerk auch auf Wohnquartiere gerichtet werden, in denen im Durchschnitt mehr Menschen auf engem Raum leben, so der Bürgermeister. „Ich weiß, dass viele Menschen in Garbsen sich schon lange sehr zusammenreißen, doch die Zahlen in unserer Stadt zeigen, dass das noch nicht genug ist, was wir jetzt tun.“
Die 7-Tagesinzidenz in Garbsen, hochgerechnet auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, beträgt aktuell 182,9 (Stand: 11. März). Die Gründe für den hohen Wert haben sich verändert. Alten- und Pflegeheime, Schulen und Kitas sind nicht mehr im größeren Ausmaß betroffen. Das Gesundheitsamt geht stattdessen davon aus, dass sich die Menschen überwiegend im privaten Bereich anstecken. Die britische Virusmutation hat sich ausgebreitet.
Auch in anderen Städten in der Region Hannover stagnieren die Werte auf einem hohen Niveau. So in Burgdorf bei 161,8, in Uetze bei 184,7, in Seelze bei 125,2 oder in Wunstorf bei 137,5. Auch in der Landeshauptstadt, die mit ihren über 500.000 Einwohnern maßgeblich für den Gesamtwert der Region ist, liegt die Inzidenz n0ch bei 106. Nur wenn die Inzidenz für die gesamte Region mehrere Tage stabil unter 100 liegt, sind weitere Öffnungen wieder möglich.
Noch haben Bund und Land die Beschlüsse zu Teststrategien in Bezug auf Schnell- und Eigentests nicht konkretisiert. „Aber wir sollten jetzt nicht länger warten, deshalb legen wir jetzt los. Wir suchen alle Komponenten zusammen, damit ein Testzentrum an den Start gehen kann“, so Grahl.