Hass und Bedrohung im Netz: Betroffene diskutieren mit Polizei und Minister Pistorius

Minister Boris Pistorius und Polizeipräsident Volker Kluwe hatten für  gestern, dem 21.10.2019, Amts- und Mandatsträgerinnen und -träger sowie Personen des öffentlichen Lebens in die hannoversche Hauptfeldwebel-Lagenstein-Kaserne, Kugelfangtrift, eingeladen. In der Veranstaltung haben sich Betroffene von Hasskommentaren und Beleidigungen mit den Behörden ausgetauscht.

Mehr als 60 geladene Gäste waren der Einladung des Minister des Landes für Inneres und Sport Boris Pistorius und Behördenleiter Volker Kluwe zu der mehrstündigen Veranstaltung gefolgt. Neben dem Grußwort der stellvertretenden Regionspräsidentin der Region Hannover, Michaela Michalowitz, sprach Boris Pistorius als Initiator der landesweiten Informationskampagne zu den Teilnehmenden.

Es handelte sich hierbei um die vierte von insgesamt sechs Veranstaltungen in Niedersachsen. Ziel ist es, potenziell und tatsächlich Betroffene von Hasskommentaren und Beleidigungen im Internet mit Beraterinnen und Beratern seitens der Polizei ins Gespräch zu bringen und zu vernetzen.

In Vorträgen von Vertretern des Landesamtes für Verfassungsschutz, des Landeskriminalamtes Niedersachsen und des Staatsschutzes der Polizeidirektion Hannover wurden unter anderem Einblicke hinsichtlich der Potenzierung der Wirkungen von Kommentaren beleidigender oder bedrohlicher Inhalte durch die zusätzliche Nutzung des virtuellen Raumes gegeben. Diskutiert wurde auch, wie mit solchen Anfeindungen umgegangen werden kann. Die Ansprechpartner des Staatsschutzes der Polizeidirektion Hannover standen dabei auch beratend zur Seite.

Dieser Austausch ist ein erster wichtiger Schritt – dem eine weitere enge Zusammenarbeit folgen soll. Dazu sind mehrere Informationsveranstaltungen auf örtlicher Ebene in Planung. /schw,has