Vier Festnahmen wegen Ermittlungen zu Urkundenfälschung & Betrug

Die Polizeiinspektion Ost hat seit mehreren Monaten ein umfangreiches Verfahren gegen zwei Hauptverdächtige (40 und 65 Jahre) geführt. Das Duo ist verdächtig mit Komplizen falsche europäische ID-Cards hergestellt und mit diesen weitere Straftaten begangen zu haben.

Gestern führten die Einsatzkräfte Durchsuchungen in 22 Wohnungen und Garagen durch. Dabei wurden diverse Beweismittel sichergestellt, u. a. rund 20kg Marihuana, 470g Kokain, 285g Heroin und 1050g mutmaßliches Haschisch. In den Objekten fanden die Beamten zudem eine scharfe Schusswaffe, eine Softair-Pumpgun, einen Elektroschocker und eine Gaspistole. Zudem wurden mehrere tausend Euro beschlagnahmt.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatten die Männer im Vorfeld über mehrere Monate hinweg sich aus dem Ausland gefälschte europäische ID-Cards (vergleichbar mit dem Personalausweis) beschafft. Mit diesen Ausweisen und gefälschten Wohnungsgeberbestätigungen nahmen die Täter bei verschiedenen Behörden Anmeldungen vor und ließen Kraftfahrzeuge zu. Die erforderlichen Kfz-Steuern sowie Versicherungsbeträge entrichten die Täter nicht.

Über mehrere Monate hinweg konnten Staatsanwaltschaft Hannover und Polizeidirektion Hannover die Hintergründe aufklären und Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt 22 Objekte erwirken. Am gestrigen Mittwoch, 14.08.2019, schlugen dann Fahnder in den Städten Hannover, Seelze, Alfeld, Wolfsburg, Enger und Bergen zu.

Die beiden Hauptbeschuldigten (40 und 65 Jahre alt) wurden festgenommen. Sie sitzen bereits in Untersuchungshaft. Ein weiterer 26-jähriger Komplize soll heute noch einem Haftrichter vorgeführt werden. Zudem wurde ein 40-Jähriger in Abschiebehaft genommen. /has, kw