Neue Masche: Falsche Polizisten erbeuten Schmuck – Zeugenaufruf

Zwei Männer haben sich gestern (29.07.2019) bei einer 80-Jährigen als Polizisten ausgegeben, ihr Haus in Pattensen betreten und bei einer vorgetäuschten Wohnungsdurchsuchung Schmuck erbeutet. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatten die beiden Unbekannten gegen 10:00 Uhr an der Anschrift im Nordosten Pattensens geklingelt und sich als Polizisten ausgegeben. Im weiteren Verlauf gaben sie an, dass eine Anzeige wegen Waffenbesitzes vorläge und sie nun die Waffenbesitzkarte kontrollieren müssten. Die 80-Jährige ließ die beiden falschen Beamten in ihr Haus. Mit einem Mann setzte sich die Seniorin auf das Sofa und der andere suchte nach einer nicht angemeldeten scharfen Waffe, um diese zu kontrollieren. Nachdem der Unbekannte offenbar das gesamte Haus abgesucht und ein Luftgewehr gefunden hatte, ließen die Männer einen Zettel mit einer vermeintlichen Vorgangsnummer und Telefonnummern zurück. Im Anschluss daran verabschiedeten sich die falschen Polizisten. Kurz darauf bemerkte die Seniorin das Fehlen von Schmuck und benachrichtigte über eine Angehörige die richtige Polizei.

  • Einer der Täter ist zirka 55 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß, schlank und hatte graues, krauses Haar. Er trug eine blaue Hose und eine graue Stoffweste. Der Täter hatte einen Schnellhefter bei sich.
  • Sein Komplize war ähnlich gekleidet. Er war etwas kräftiger, dafür aber etwas jünger als der andere Täter. Beide Männer sprachen Deutsch.

Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-5555 entgegen.

Da der Ehemann der Seniorin kurz zuvor verstorben war, haben die Ermittler die Hypothese aufgestellt, dass die Täter ihre Opfer gezielt nach Todesanzeigen aussuchen. /has,zim

 

Die Kriminalpolizei rät in diesem Zusammenhang:

   - Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
   - Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel 
     Polizisten, den Dienstausweis.
   - Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der 
     die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer 
     der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die 
     Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher 
     währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.