Stadtradeln 2018: Garbsen erhält zweifachen Titel

Peter R. Germeroth , Vorstandsmitglied vom ADFC Garbsen, nimmt die Trophäe aus den Händen der reinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken entgegen. Ebenfalls anwesend bei der Preisverleihung: Thomas Brose, Geschäftsführer des Klima-Bündnis (links) und Peter Kiefer, Umweltdezernent der Stadt Kaiserslautern. Foto: Reiner Voß

Die Stadt Garbsen hat  den Sieg in den beiden Kategorien „Fahrradaktivstes Kommunalparlament“ sowie „Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Kilometern (absolut)“ in der Größenklassen 50.000 bis 99.999 Einwohner geholt. Insgesamt  sind die Garbsener im Veranstaltungszeitraum 611.932 Kilometern geradelt. „Dass es zum ersten Platz gereicht hat, zeugt von der ungebremsten und leidenschaftlichen Fahrradbegeisterung  in unserer Stadt“, sagte Ratsvorsitzender Hartmut Büttner, der als Mitglied des Stadtrates aktiv an der Aktion teilgenommen hat. Er fügte hinzu: „Der Dank für diese Topplatzierung geht an alle Beteiligten, darunter an den ADFC,  als unseren Kooperationspartner, die Garbsener Schulen, Kitas, Vereine, Mitarbeiter der Verwaltung, Mitglieder des Rats und der Ortsräte und vielen mehr.“  Insgesamt wurden in Garbsen bei der Umweltaktion rund 87 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart.

„Während des Stadtradelns entstand in Garbsen eine Atmosphäre, die von Teamgeist und vor allem Herzblut gekennzeichnet war. Die zahlreichen Teilnehmer, die für Garbsen in die Pedale traten, waren ambitioniert, den Radverkehr und den Klimaschutz voranzutreiben. Mit dem Sieg haben wir uns für den Einsatz mehr als belohnt“, schwärmte Garbsens Umweltbeauftragte Christina Haupt. Das großartige Ergebnis gelang dank der 63 Teams mit rund 2.500 begeisterten Radlern aus Politik, Vereinen, Schulen, Firmen und Institutionen. Insgesamt haben nahezu 300.000 Menschen zwischen Mai und September dieses Jahres an der internationalen Klima-Bündnis-Kampagne teilgenommen und sind dabei rund 60 Millionen Kilometer mit dem Fahrrad gefahren. Dies entspricht einer Entfernung, die bis zum Mars reicht.

„Beim Stadtradeln legen die Teilnehmenden Strecken wie den Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen mit dem Fahrrad zurück. Damit diese Menschen aber auch dauerhaft umsteigen, brauchen sie Radwege, auf denen sie schnell und vor allem sicher ans Ziel kommen“, so Thomas Brose, Geschäftsführer des Klima-Bündnis, das die Kampagne seit 2008 durchführt. „Die Ergebnisse des Stadtradelns zeigen, dass für viele Menschen das Fahrrad im Alltag bereits jetzt das Verkehrsmittel der Wahl ist. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es ist schnell, umweltfreundlich, benötigt weniger öffentliche Fläche als das Auto und hält fit“, sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken.

Hinter der Stadt Garbsen auf Platz 2 in der Kategorie „50.000 bis 99.999 Einwohner“ liegt die Stadt Bocholt im Kreis Borken mit 439.473 geradelten Kilometern, dahinter schließt sich Tübingen mit 357.273 geradelten Kilometern an. Die Stadt Garbsen beteiligt sich seit 2016 an der Aktion Stadtradeln.